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Corona-Empfehlungen des RKI - "Nicht alle mit Erkältungssymptomen testen"

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Das Robert-Koch-Institut passt seine Kriterien für Covid-19-Tests an. Das gab RKI-Vize Lars Schaade bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn bekannt.

Robert Koch-Institut. Archivbild
Robert-Koch-Institut (Archivbild).
Quelle: Carsten Koall/dpa

Das Robert-Koch-Institut hat seine Empfehlungen für Ärzte angepasst, um bei Covid-19-Symptomen zielgerichteter zu testen. Das sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Intensivmedizinern.

In Deutschland müssten wöchentlich drei Millionen Test durchgeführt werden, wenn alle Personen mit Erkältungssymptomen auf das Coronavirus getestet würden, so Schaade. Das sei "weder möglich noch erforderlich". Drei Faktoren sollten laut Schaade für Tests eine Rolle spielen:

  1. die Symptomatik wie schwerer Husten, Atemnot oder Störung des Geruchssinns
  2. die Frage, ob die Person oder ihre Kontaktpersonen aus den Risikogruppen stammen
  3. die Wahrscheinlichkeit, dass die Person dem Virus ausgesetzt war

Angesichts stark steigender Infektionszahlen hatten Labore zuvor vor einer Überlastung beim Auswerten von Corona-Tests gewarnt. Die Testkapazitäten seien bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt, teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin auf Basis von Daten aus 162 Laboren mit.

Täglich werden in den deutschen Laboratorien abertausende Corona-Tests ausgewertet. Viele Labore stehen vor enormen Herausforderungen, die hohe Anzahl an Tests zu bewältigen.

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Spahn verspricht Gesundheitswesen umfassende Unterstützung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sprach bei der Pressekonferenz in Berlin von einer kritischen Lage im Kampf gegen das Virus. Die Lage sei ernst. "Die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, steigt stark, zu stark", so Spahn.

Wir sind in einer entscheidenden Phase.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Kritik daran, dass die Anti-Corona-Politik immer wieder geändert wird, wies Spahn zurück. "Dieses Virus ist tückisch, es lässt keine einfachen Antworten dazu", sagte er. "In einer dynamischen Lage gehört das Anpassen der Lage zur Strategie." Der November mit seinem Teil-Shutdown könne helfen, das Virus besser in den Griff zu bekommen.

Spahn sicherte dem Gesundheitsbereich umfassende Unterstützung zu. "Keine Klinik soll wegen Corona wirtschaftlich benachteiligt sein", so der CDU-Politiker. Er dankte Ärzten, Pflegekräften, Labormitarbeitern und allen im Gesundheitswesen für ihren Einsatz in der Pandemie gedankt: "Sie sind die Helden unserer Zeit."

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Der Friseur bleibt offen, Restaurants müssen schließen: Bundesweit gelten für den November strenge Regeln und Kontaktbeschränkungen. Die Corona-Maßnahmen auf einen Blick.

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