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Corona-Pandemie in Deutschland - Spahn: Corona-Welle "mit besonderer Wucht"

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"Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften - und die ist massiv", sagt Spahn. Die vierte Corona-Welle treffe Deutschland mit besonderer Wucht. Die Experten sorgen sich.

Gesundheitsminister Spahn betont die Wichtigkeit der Booster-Impfung zunächst für höhere Altersgruppen. Um den Impfungen nachzukommen zu können, müssen die Impfmöglichkeiten wieder aufgestockt werden.

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Die vierte Corona-Welle rollt nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn "mit voller Wucht". "Die Pandemie ist alles andere als vorbei", sagt der CDU-Politiker. Er verstehe den Frust des medizinischen Personals, dass sich viele Menschen nicht impfen lassen wollten. Jeder Einzelne habe es in der Hand, sich zu schützen mit Impfen, Masken und Abstand zum Beispiel. [Die aktuellen Corona-Zahlen, täglich aufgefrischt.]

Spahn: Corona-Pandemie der Ungeimpften - Drei-Punkte-Plan

"Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften", sagt Spahn. In einigen Regionen steige die Zahl der Intensivpatienten, teils würden schon Verlegungen in andere Krankenhäuser geplant. Wichtig sei nun erneut, eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Nötig seien Testkonzepte in allen Pflegeheimen, in Regionen mit sehr vielen Infektionen auch Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene (2G). Sein Drei-Punkte-Plan:

  • 3G-Regeln konsequent umsetzen und kontrollieren
  • verpflichtende Testkonzepte
  • Mehr Booster-Impfungen

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Es müssten auch die 3G-Regeln überprüft werden. Es muss stärker kontrolliert werden, auch durch Behörden. Testkonzepte müssen umgesetzt werden. Verpflichtende Testungen sind laut Spahn nötig.

Ich möchte das Sterben in den Pflegeheimen nicht noch mal erleben wie im letzten Winter.
Jens Spahn

Spahn kritisiert langsames Booster-Impftempo in Ländern

Spahn bekräftigte seinen Appell für mehr Auffrischungsimpfungen, um schon länger zurückliegende Impfungen zu verstärken. Das Tempo beim "Boostern" reiche nicht. Daher sollte alle Länder alle Menschen ab 60 Jahren anschreiben und darauf hinweisen. Mit Blick auf die Praxen sagte der Minister: "Zu viele Impfwillige finden aktuell keinen Arzt, der sie impft." Er wolle daher mit Ärztevertretern über Lösungen dafür sprechen. [Wie die Welt gegen das Coronavirus kämpft - der Liveblog.]

Wichtig seien zudem öffentliche "Booster"-Angebote, was auch nicht unbedingt die großen Impfzentren sein müssten. Spahn machte sich erneut auch für eine Bund-Länder-Spitzenrunde zum Corona-Vorgehen stark. Es sei wichtig, neben den Gesundheitsministern die Ministerpräsidenten ins Boot zu nehmen und Entscheidungen auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Dies sei jetzt in der Phase des Übergangs bis zum Start der neuen Bundesregierung sinnvoll, um eine einheitliche Kommunikation und damit Akzeptanz zu erreichen.

RKI-Chef: Ohne Gegensteuern bringt vierte Corona-Welle viel Leid

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) warnt vor einer weiteren Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland.

Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, wird diese vierte Welle wieder viel Leid bringen. Es werden viele Menschen schwer erkranken und sterben, und das Gesundheitswesen wird wieder stark belastet.
RKI-Chef Lothar Wieler

Die Welle entwickle sich leider genau wie befürchtet, da nicht genügend Menschen geimpft seien und Verhaltenshinweise zum Schutz vor Ansteckungen sowie die 2- und 3G-Regeln nicht mehr ausreichend umgesetzt würden. "Das sind erschreckende Zahlen", sagte Wieler mit Blick auf die erfassten Todesfälle in Deutschland. [Alle Zahlen und Grafiken zum Coronavirus - in diesen Grafiken.]

Der RKI-Chef rief zum Impfen und zum Einhalten der Regeln zu Abstand, Hygiene, Masken und Lüften auf. Die Impfung sei keine Wunderwaffe, machte er deutlich: Sie wirke nicht bei allen Geimpften gleich. "Außerdem kann der Impfschutz im Laufe der Zeit nachlassen - besonders bei Älteren, die ohnehin sehr gefährdet sind." Solidarität bleibe das Gebot der Stunde, betonte Wieler.

"Wir alle wollen, dass dieser Winter der letzte Winter der Covid-19-Pandemie sein wird." Alle trügen die Verantwortung für die weitere Entwicklung der vierten Welle. Mit Impfungen und dem Einhalten der Maßnahmen könnten viele Menschenleben gerettet werden. [Wie das RKI arbeitet am Beispiel Kinder-Impfung.]

Charite-Impf-Experte wirbt für Booster-Kampagne

Der Impf-Experte Leif Erik Sander wirbt für eine breit angelegte Booster-Kampagne. Man müsse mit den Älteren starten, er gehe aber fest davon aus, dass bald auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für jüngere Menschen komme, sagte der Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie und Impfstoff-Forschung der Berliner Charité.

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Es sei sehr wichtig, dass auch das Personal in Gemeinschaftseinrichtungen eine Auffrischungs-Impfung bekomme. "Wir sind in einer sehr kritischen Phase der Pandemie", sagt Sander mit Hinweis auf die steigende Belastung der Intensivstationen.

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