Sie sind hier:

KSK-Reform vorgestellt - AKK: "Wir wollen die Mutigen ermutigen"

Datum:

Das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr soll umstrukturiert werden. Ab sofort ist das KSK nur noch eine Elitetruppe auf Bewährung. Die Pläne von Annegret Kramp-Karrenbauer.

Rechtsextremistische Vorfälle, verschwundene Munition – das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr machte zuletzt viele Negativschlagzeilen. Heute hat die Verteidigungsministerin Konsequenzen gezogen. Die Truppe soll reformiert und Teile aufgelöst werden.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr nach einer Serie rechtsextremistischer Vorfälle grundlegend umstrukturieren und teilweise sogar auflösen. Falls die Reformbemühungen bis zum 31. Oktober scheitern, wird sogar eine Auflösung des KSK und die Aufstellung einer neuen Spezialtruppe denkbar. Die Reformen seien keine Strafe, sondern eine Bewährungschance, so Kramp-Karrenbauer.

Zudem zeige die Analyse der aktuellen Ereignisse: Neben militärischen Spitzenleistungen habe sich das KSK verselbstständigt, zumindest in Teilbereichen.

Abgeleitet von einem ungesunden Eliteverständnis einzelner Führungskräfte gebe es Bereiche, in denen sich extremistische Tendenzen entwickelt hätten. Hinzu käme ein laxer und nicht hinnehmbarer Umgang mit Material, so die Verteidigungsministerin.

Der Ruf der Elite-Einheit ist schon länger ruiniert: Vorgänge beim Kommando Spezialkräfte stehen schon seit 2017 in der Kritik. Jetzt soll die Truppe reformiert werden, die Verteidigungsministerin will eine Kompanie komplett auflösen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Das KSK könne so in seiner jetzigen Form nicht bestehen bleiben. Eine komplette Auflösung sei jedoch nicht geplant. Gleichzeitig müsse die Eliteeinheit von Innen heraus verbessert, und besser in die Bundeswehr integriert werden.

Wir wollen die Mutigen ermutigen.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin

Vorschläge zur Reform des KSK

Insgesamt sollen 60 Maßnahmen zur Reform der KSK ergriffen werden. Die Ministerin griff einige auf. Darunter sind:

  • Internationale Übungstätigkeiten und Kooperationen einstellen
  • Auflösung der 2. Kompanie
  • Keine Oberhoheit über die Ausbildung
  • Rotationsmodell: Da die Werdegänge sehr starr sind, sollen Teams wechseln und künftige Führungskräfte Tätigkeiten außerhalb des KSK absolvieren
  • Generalinventur über den gesamten Materialbestand des KSK
  • Die Sicherheitsüberprüfung soll erneuert werden - vor allem mit Blick auf Reservisten

Doku | ZDFzoom -
Angriff von innen
 

Bundeswehr und Polizei gehen offenbar nur halbherzig gegen rechtsextreme Verschwörer in den eigenen Reihen vor. Recherchen des ZDF belegen die Gefahr, die von deren Aktivitäten ausgeht.

Videolänge
28 min

Vermisster Sprengstoff: Generalinspekteur Zorn besorgt

Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn zeigte sich besorgt über den beim Kommando Spezialkräften vermissten Sprengstoff. "Das ist wirklich ein Gefährdungspotenzial, das sich dahinter aufbaut", sagte der höchste Soldat der Bundeswehr bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Im Zuge der Ermittlungen beim KSK nach einer Serie von rechtsextremistischen Vorfällen war festgestellt worden, dass der Verbleib von insgesamt 85.000 Schuss Munition und 62 Kilogramm Sprengstoff nicht geklärt ist. "Das ist keine Kleinigkeit", sagte Zorn. Das seien Mengen, die durchaus auch bei Attentaten eingesetzt werden könnten.

Im Mai hatte die sächsische Polizei auf dem Grundstück eines KSK-Soldaten ein Waffenlager ausgehoben. Zorn wies darauf hin, das dort auch eine Zündschnur gefunden worden sei. Kramp-Karrenbauer betonte, "dass das in der Tat eine neue Qualität ist".

Archiv: Soldaten des Kommandos Spezialkräfte Marine fahren in Eckernförde bei einer Vorführung mit einem Schlauchboot.

Nach Extremismusfällen -
KSK: Was wird da aufgelöst?
 

Das Verteidigungsministerium will einen Teil des Kommandos Spezialkräfte (KSK) auflösen. Damit soll gegen Rechtsextremismus in der Elite-Truppe vorgegangen werden. Ein Überblick.

von Julia Klaus
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.