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KSK-Reform vorgestellt : AKK: "Wir wollen die Mutigen ermutigen"

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Das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr soll umstrukturiert werden. Ab sofort ist das KSK nur noch eine Elitetruppe auf Bewährung. Die Pläne von Annegret Kramp-Karrenbauer.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr nach einer Serie rechtsextremistischer Vorfälle grundlegend umstrukturieren und teilweise sogar auflösen. Falls die Reformbemühungen bis zum 31. Oktober scheitern, wird sogar eine Auflösung des KSK und die Aufstellung einer neuen Spezialtruppe denkbar. Die Reformen seien keine Strafe, sondern eine Bewährungschance, so Kramp-Karrenbauer.

Zudem zeige die Analyse der aktuellen Ereignisse: Neben militärischen Spitzenleistungen habe sich das KSK verselbstständigt, zumindest in Teilbereichen.

Abgeleitet von einem ungesunden Eliteverständnis einzelner Führungskräfte gebe es Bereiche, in denen sich extremistische Tendenzen entwickelt hätten. Hinzu käme ein laxer und nicht hinnehmbarer Umgang mit Material, so die Verteidigungsministerin.

Das KSK könne so in seiner jetzigen Form nicht bestehen bleiben. Eine komplette Auflösung sei jedoch nicht geplant. Gleichzeitig müsse die Eliteeinheit von Innen heraus verbessert, und besser in die Bundeswehr integriert werden.

Wir wollen die Mutigen ermutigen.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin

Vorschläge zur Reform des KSK

Insgesamt sollen 60 Maßnahmen zur Reform der KSK ergriffen werden. Die Ministerin griff einige auf. Darunter sind:

  • Internationale Übungstätigkeiten und Kooperationen einstellen
  • Auflösung der 2. Kompanie
  • Keine Oberhoheit über die Ausbildung
  • Rotationsmodell: Da die Werdegänge sehr starr sind, sollen Teams wechseln und künftige Führungskräfte Tätigkeiten außerhalb des KSK absolvieren
  • Generalinventur über den gesamten Materialbestand des KSK
  • Die Sicherheitsüberprüfung soll erneuert werden - vor allem mit Blick auf Reservisten

Vermisster Sprengstoff: Generalinspekteur Zorn besorgt

Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn zeigte sich besorgt über den beim Kommando Spezialkräften vermissten Sprengstoff. "Das ist wirklich ein Gefährdungspotenzial, das sich dahinter aufbaut", sagte der höchste Soldat der Bundeswehr bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Im Zuge der Ermittlungen beim KSK nach einer Serie von rechtsextremistischen Vorfällen war festgestellt worden, dass der Verbleib von insgesamt 85.000 Schuss Munition und 62 Kilogramm Sprengstoff nicht geklärt ist. "Das ist keine Kleinigkeit", sagte Zorn. Das seien Mengen, die durchaus auch bei Attentaten eingesetzt werden könnten.

Im Mai hatte die sächsische Polizei auf dem Grundstück eines KSK-Soldaten ein Waffenlager ausgehoben. Zorn wies darauf hin, das dort auch eine Zündschnur gefunden worden sei. Kramp-Karrenbauer betonte, "dass das in der Tat eine neue Qualität ist".

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