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Oberbürgermeister: "Gab zu wenig Polizei"

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Oberbürgermeister: "Gab zu wenig Polizei"

Wie konnte die Gewalt in Stuttgart so eskalieren und wie sollen Krawalle künftig vermieden werden? Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) im Interview zu den Maßnahmen.

3 min
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26.06.2020
26.06.2020
Video verfügbar bis 26.06.2021

Die Ausschreitungen in Stuttgart haben bundesweit für Entsetzen gesorgt. Verletzte Polizisten, Gewalt, Plünderungen, kaputte Geschäfte. Über die Motive der Täter wird spekuliert - war es Corona-Frust, Party-Wut?

Kuhn: Gab auf jeden Fall zu wenig Polizei

Und: Was kann die Stadt künftig ändern, um solche Gewalt-Ausbrüche zu vermeiden? Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat bereits härtere Strafen gefordert, beispielsweise Anzeigen wegen "Landfriedensbruch".

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sieht im ZDF-Interview erst einmal verschiedene Aspekte für die Ursache der Gewaltausbrüche. Es habe an dem Abend auf jeden Fall zu wenig Polizei gegeben.

Das Problem sei auch: "Das Ganze", so Kuhn, "baut sich bundesweit auf - und das nicht nur in Stuttgart". Aggressivität gegenüber der Polizei sei angesagt. Auch übermäßiger Alkoholkonsum sei eine Ursache gewesen - hier müsse die Stadt künftig ein Sicherheitskonzept haben für den innerstädtischen Raum.

Schaufenster zerstört und Geschäfte geplündert

In der Stuttgarter Königstraße hatte eine randalierende Menge am vergangenen Wochenende Schaufenster zerstört und Geschäfte geplündert. Nach Angaben der Polizei waren 400 bis 500 Menschen an der Randale beteiligt - laut Strobl zählen dazu aber auch die, die klatschten und die Randalierer anstachelten.

Um mögliche neue Krawalle in der Innenstadt zu verhindern, wird die Polizei am kommenden Wochenende mit mehreren Hundertschaften an den Stuttgarter Brennpunkten kontrollieren.

Ein beschädigtes Fahrzeug der Polizei in Stutgart am 22.06.2020

Zahlen des BKA -
Wie sehr steigt die Gewalt gegen die Polizei?
 

Die Vorfälle von Stuttgart verstärken den Eindruck von zunehmender Gewalt gegen die Polizei. BKA-Zahlen bestätigen den Anstieg - sind aber nicht unumstritten.

von Katja Belousova
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