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Weltbank setzt auf Freihandelszone in Afrika

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Kampf gegen Armut - Weltbank setzt auf Freihandelszone in Afrika

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2021 startet die afrikanische Freihandelszone AfCFTA. Die Weltbank hegt große Hoffnungen und gibt in einem Bericht zu erkennen, dass Millionen davon profitieren könnten.

Container stehen gestapelt im Hafen von Tema. Symbolbild
Eine afrikanische Freihandelszone könnte gegen Armut helfen.
Quelle: Gioia Forster/dpa

Die künftig weltgrößte Freihandelszone in Afrika könnte nach Ansicht der Weltbank bis 2035 rund 30 Millionen Menschen von Armut befreien. Zudem könne die Freihandelszone AfCFTA das Einkommen des Kontinents um 450 Milliarden Dollar steigern, heißt es es in einem jetzt veröffentlichten Bericht.

Exporte innerhalb des Kontinents würden demnach um 81 Prozent steigen. Die Länder, die derzeit hohe Handelskosten haben, würden am meisten von der Freihandelszone profitieren, etwa die Elfenbeinküste und Simbabwe.

Ein Mann verkauft Schutzmasken vor einem Laden.

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von Carsten Meyer

Start der Freihandelszone wegen Corona verschoben

Der Handel innerhalb Afrikas ist derzeit durch hohe Einfuhrzölle und Bürokratie-Hürden erschwert. Das soll sich aber bald ändern: Mit allen afrikanischen Staaten wird AfCFTA einen Markt von 1,2 Milliarden Menschen umfassen und somit die weltgrößte Freihandelszone sein.

Bislang haben fast alle Länder Afrikas das Abkommen unterschrieben, 30 haben es zudem bereits ratifiziert. Der Start des Handels wurde wegen der Corona-Krise vom 1. Juli 2020 auf den 1. Januar 2021 verschoben.

Bislang sind afrikanische Staaten vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. Doch vielen Ländern könnte das Schlimmste noch bevorstehen, fürchtet die WHO.

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Corona: Afrikanische Wirtschaft wird deutlich schrumpfen

Die geplante Freihandelszone ist nach Angaben der Weltbank wegen der Corona-Krise besonders wichtig. Denn die Pandemie wird für Afrika verheerend sein: In diesem Jahr könnte die Wirtschaft auf dem Kontinent laut IWF um 3,2 Prozent schrumpfen.

AfCFTA könne die negativen Folgen der Krise auf das Wirtschaftswachstum abfedern, indem der regionale Handel und Wertschöpfungsketten unterstützt werden, teilte die Weltbank mit.

Allerdings warnen Experten, dass die Mitglieder die Einigung auch tatsächlich umsetzen müssten, was aber oftmals bei Abkommen der Afrikanischen Union (AU) ein Problem sei.

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