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BP macht den Anfang: Weg vom Öl

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Neues Energiezeitalter - BP macht den Anfang: Weg vom Öl

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Der Ölverbrauch ging während der Corona-Krise weltweit zurück. BP erwartet, dass er fast nie auf das alte Niveau zurückkehren wird, und will auf Alternativen setzen.

Archiv: Ein schwimmendes Solarkraftwerk des Konzerns BP.
BP mal anders: Ein schwimmendes Solarkraftwerk des Energiekonzerns
Quelle: Reuters

Wer hätte es gedacht? Es ist nicht neu und schon gar nicht überraschend, dass weltweit das Öl irgendwann zur Neige gehen wird und alternative Energien die Oberhand gewinnen. BP prescht nun vor. Als einer der größten Ölkonzerne der Welt, die Briten stehen auf Platz fünf international, sieht BP das Ölzeitalter als beendet an.

Corona-Krise als Beschleuniger

BPs "Energie-Ausblick 2020" bringt es ans Licht. Der Ölverbrauch werde vermutlich fast nie wieder auf das Vor-Corona-Krisen-Niveau zurückkehren, heißt es seitens des Konzerns. Mit Beginn der Corona-Pandemie haben die großen Firmen ihre Produktion gedrosselt, weil durch die Krise weniger nachgefragt wird.

Öl als Schmierstoff der Wirtschaft hat sich verbilligt. Teilweise tankte man den Liter Benzin für 1,10 Euro. Seit März ist der Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent um 26 Prozent auf jetzt knapp 40 US-Dollar gefallen.

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Auch im Alltag wird weniger Öl gebraucht

Im Alltag findet ebenfalls der Wandel weg vom Öl statt. Immer mehr "Energie" steckt der Häuslebauer in erneuerbare Energien, Fotovoltaik auf dem Dach oder die Wärmepumpe am Haus und dann noch ein E-Auto in der Garage.

Immer mehr Fahrzeuge kommen mit alternativen Antrieben auf den Markt, viele Menschen sind seit gut einem halben Jahr noch gar nicht aus dem Homeoffice heraus gekommen und mit dem Auto zur Arbeit gefahren - von der "Unlust" vieler junger Menschen, ein eigenes Auto zu besitzen, ganz zu schweigen. Das alles spüren die Ölkonzerne und müssen sich wandeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit

Der BP-Konzern ist in seiner Branche der erste, der diesen Riecher hat. Selbst die optimistischste Schätzung für die nächsten 20 Jahre sieht die Nachfrage nach Öl laut Unternehmensangaben "weitgehend stagnierend". Denn die Welt verabschiedet sich im Zuge der Energiewende immer mehr von fossilen Brennstoffen.

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BP-Vorstandschef Bernard Looney hat schon im August angekündigt, fünf Milliarden US-Dollar jährlich in den Aufbau des Geschäfts mit erneuerbaren Energien zu investieren. Die Öl- und Gasproduktion soll in den nächsten zehn Jahren um 40 Prozent gesenkt werden.

Zudem sieht die neue Unternehmensstrategie vor, den Netto-Kohlendioxid-Ausstoß des Konzerns bis spätestens 2050 auf null zu senken. BP macht den Anfang, die Konkurrenz wird wohl bald folgen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Sina Mainitz ist ZDF-Redakteurin im Team Wirtschaft und Finanzen.

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