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Digitales Hochamt - auch 2020?

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Apple-Entwicklerkonferenz - Digitales Hochamt - auch 2020?

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Die jährliche Entwicklerkonferenz von Apple kam bisher oft fast einer religiösen Veranstaltung gleich. Ob das auch für das rein virtuelle Ereignis 2020 gilt, ist die Frage.

Archiv, USA, San Jose: Tim Cook, CEO von Apple, spricht auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC.
Apple-Chef Tim Cook spricht auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Jose, USA (Archiv)
Quelle: dpa

Apple-Fans fiebern dem heutigen Abend entgegen. Um 19 Uhr europäischer Sommerzeit startet die 31. Entwicklerkonferenz mit der Keynote. Die wird live gestreamt wie in den Vorjahren. Aber danach wird alles anders.

Konferenz vor einem Millionen-Publikum

Corona-bedingt hat Apple nämlich die Entwickler nicht nach Kalifornien eingeladen, sondern streamt die gesamte World Wide Developers Conference (WWDC), die als rein digitales Event durchgeführt wird. In der Vergangenheit wurden die rund 1.600 US-Dollar teuren Konferenztickets unter den 23 Millionen Apple-Entwicklern in der Welt verlost. In diesem Jahr können alle virtuell und kostenlos teilnehmen.

Zur Faszination der Entwicklerkonferenz tragen seit vielen Jahren die Gerüchte und kleinen Durchstechereien im Vorfeld bei. Das ist auch im Pandemie-Jahr 2020 so. Seit gut zwei Wochen sind einige Dateien zum neuen iOS14 und iPadOS14 in Umlauf.

Die neuen Betriebssystem-Versionen enthalten einige von Apple-Anwendern dringend gewünschten Features und Funktionen. So soll mit der neuen Programmierschnittstelle Pencilkit die Mustererkennung von Handschriften und ihre Konvertierung auch bei Nachrichten-, Kalender- und Mail-Apps unterstützt werden.

Iphones und iPads galten lange als sicher. Aber eine Sicherheitslücke könnte Kriminellen bei der vor-installierten Mail-App den Zugriff auf gespeicherte Nachrichten ermöglichen.

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Neue Sterne am App-Firmament

Dass eine ziemlich weitgehende Überarbeitung der Nachrichten-App vorgestellt wird, gilt unter Apple-Hofastrologen als sicher. Einzelne Teilnehmer sollen mit einer @-Adressierung in Gruppenchats direkt angesprochen werden. Die Nachrichtenverwaltung in iMessage soll insgesamt erleichtert werden.

Mit großer Spannung wird die neue Fitness-App von den Apple-Jüngerinnen und -Jüngern erwartet. Die unter dem Projektnamen "Seymour" entwickelte App soll Anleitungen für das Fitness-Training mit Videounterstützung anbieten. Die Apple Watch soll die so motivierten sportlichen Aktivitäten dann tracken und dokumentieren.

Die Podcast-App soll sich stärker an Apple Music orientieren und individuell gesammelte Stücke anbieten. Außerdem lernt die App aus diesen Stücken den Podcast-Geschmack des Anwenders und schlägt auf der Basis neue Podcasts vor. Podcast-Produzenten können zusätzliche Bonus-Inhalte für ihre Abonnenten bereitstellen.

Konkurrenz für Siri

Eine neue Augmented-Reality-App soll mit der Kamera aufgenommene Produkte in eine Informationsumgebung einbetten, das heißt, dass Produktinformationen, Preise und Produktvergleiche über die Funktion animiert aufrufbar sein sollen.

Schließlich soll eine neue Programmierschnittstelle für die Sprachausgabe des Smartphones neue Sprachgeneratoren einbinden. Siri als Alleinunterhalterin beim Vorlesen von Text bekäme dann Konkurrenz.

Chip-Wechsel in Mac-Geräten?

Streit gab es im Vorfeld der Konferenz um die Abgaben im App-Store. Apple verlangt eine Provision zwischen 15 und 30 Prozent auf Apps und deren Dienstleistungen, die über den App-Store verkauft werden. Einige Entwickler hatten ihre App so programmiert, dass sie Abonnements auf ihrer Website verkaufen und der Anwender sich dann in der App auf dem iOS-Gerät nur anmelden muss.

In diesem Fall wird keine Provision an Apple fällig. Apple hatte eine so arbeitende App der Entwickler Basecamp aus dem App-Store entfernt und dies mit einem Regelverstoß begründet. Diese Vorgehensweise wird auch auf der virtuellen Entwicklerkonferenz intensiver diskutiert werden.

Für große Aufregung sorgte im Vorfeld das Gerücht, Apple wolle in seinen Mac-Geräten die Chips von Intel durch ARM-Prozessoren ersetzen und die Entwickler auf der diesjährigen Konferenz von diesem Wechsel überzeugen.

Die neue Corona-Warn-App auf einem Smartphone, Köln, 10.06.2020.

Mehr iOS-Downloads als erwartet -
Corona-App: Hohe Akzeptanz bei Apple-Nutzern
 

Nutzer von iPhones haben die Corona-App bisher signifikant öfter runtergeladen als Android-Nutzer. Downloadzahlen zeigen: Apple-Kunden sind prozentual gesehen überrepräsentiert.

von Dominik Rzepka, Berlin
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