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Arbeitsagenturchef - "Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr"

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Die Bevölkerungszahl in Deutschland stagniert. Die Zahl der Arbeitskräfte nimmt ab. Arbeitsagenturchef und Diakoniepräsident fordern Zuwanderung und gezielte Förderung.

Um zukünftig einen Arbeitskräftemangel zu vermeiden, brauche Deutschland rund 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Dies betont der Chef der Arbeitsagentur Detlef Scheele.

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Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, appelliert an die Bundesregierung, deutlich mehr Zuwanderer ins Land zu holen.

Scheele: Zuwanderer ins Land holen

Durch die demografische Entwicklung nehme die Zahl der potenziellen Arbeitskräfte im typischen Berufsalter bereits in diesem Jahr um fast 150.000 ab, sagte Scheele der "Süddeutschen Zeitung". In den kommenden Jahren werde es noch "viel dramatischer". Die Diakonie unterstützt die vermehrte Zuwanderung, mahnt aber eine besser organisierte Integration der Neubürger an.

Deutschland könne das Problem nur lösen, indem es etwa Ungelernte qualifiziere, Arbeitnehmerinnen mit unfreiwilliger Teilzeit länger arbeiten lasse - und vor allem, indem es Zuwanderer ins Land hole, sagt Scheele.

Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Also deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.
Detlef Scheele, Bundesagentur für Arbeit

Er warnte, dass in allen Branchen Arbeitskräfte fehlen werden. "Man kann sich hinstellen und sagen: Wir möchten keine Ausländer. Aber das funktioniert nicht.

Passanten spazieren durch München.

Wachstum gestoppt - Bevölkerungszahl stagniert erstmals seit 2011 

Erstmals seit dem Jahr 2011 ist die Bevölkerung in Deutschland nicht gewachsen. Gründe sind eine gebremste Zuwanderung und mehr Sterbefälle.

Lilie fordert politischen Willen und Investitionen

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie sagte in Berlin, die Bemühungen zur Integration von Migranten müssten verstärkt werden. Das sei kein Selbstläufer. Es "braucht politischen Willen und Investitionen in differenzierte Deutschkurse, Migrationsberatung und Förderprogramme zur Erwerbsintegration."

Von den Menschen, die nach 2015 nach Deutschland gekommen sind, haben laut Lilie mittlerweile die Hälfte eine Arbeitsstelle. Das sei ein großer Erfolg und unbedingt ausbaufähig.

Wenn sich Flüchtlinge aus Afghanistan oder anderen Ländern auf den Weg machen, sollte Deutschland seinen Beitrag leisten, um sie aufzunehmen und ihnen den Weg in die Berufstätigkeit erleichtern.
Ulrich Lilie, Diakonie-Präsident

"Das erwarten wir auch von der Politik und der neuen Bundesregierung", so Lilie.

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