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Arbeitslosigkeit auf Rekordtief : So viele in EU in Lohn und Brot wie nie

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Trotz Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg - der europäische Arbeitsmarkt zeigt sich robust. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone liegt bei 6,8 Prozent, so niedrig wie nie.

Niedersachsen, Hannover: Bauarbeiter hocken im Neubaugebiet Kronsrode auf der Baustelle eines Mehrfamilienhauses.
In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit auf ein Rekordtief gefallen.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Die Frühjahrsbelebung ist deutlich zu spüren. Sie zeigt sich nicht nur am deutschen Arbeitsmarkt, sondern in ganz Europa. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ging die Arbeitslosenzahl in Deutschland im April verglichen zum März um 53.000 auf 2,309 Millionen zurück. Das sind 462.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, sagt dazu:

Dem Grunde nach sehen wir ehrlich gesagt keine Anzeichen für einen grundlegenden Trendwechsel.
Detlef Scheele, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit

Belastete Volkswirtschaften, steigende Preise

Der positive Trend beim Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit hält an. Dennoch sind inzwischen sehr viele Unsicherheiten rings herum, die den dynamischen Aufschwung am deutschen und europäischen Arbeitsmarkt gefährden könnten.

Nach wie vor belasten die Corona-Nachwehen die europäischen Volkswirtschaften. Die europäische Wirtschaft wird durch anhaltende Lieferkettenprobleme stark beeinträchtigt. Außerdem ist völlig ungewiss, wie es in China mit der Lockdown-Politik weitergeht. Weite Teile der Finanzmetropole Shanghai und damit auch der weltweit wichtigste Hafen für Containerschiffe wurden abgeriegelt.

Außerdem ist im Zuge des Ukraine-Krieges mit weiter steigenden Preisen für Energie zu rechnen. Steigende Energiepreise belasten Konjunktur und Wirtschaft. Ein möglicher Lieferstopp für russisches Gas könnte den deutschen Arbeitsmarkt noch am ehesten in naher Zukunft in erhebliche Schieflage bringen.

Sehr viele der Ausbildungsplätze sind aktuellen Studien zufolge unbesetzt. Auch der Fachkräftemangel wird immer mehr zum Problem. Die Arbeitslosenquote geht jedoch wieder zurück.

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Falls wichtige Anlagen in der chemischen Industrie zum Stillstand kommen, können sie nicht so schnell wieder hochgefahren werden. Eine Kettenreaktion könnte die Folge sein. Und dann wären die Auswirkungen so massiv, dass sie am Arbeitsmarkt dieses Mal nicht alleine durch Kurzarbeit aufgefangen werden könnten.

Am 1. August übernimmt die frühere Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles das Ruder bei der Bundesagentur für Arbeit. Nur noch wenige Monate ist der Chef Detlef Scheele also noch im Amt. Nahles läuft sich schon warm und bereitet sich auf ihr neues Amt vor. So erfreuliche Zahlen wie der jetzige Amtsinhaber dürfte sie nicht zu verkünden haben.

Zu viele Unsicherheiten deuten darauf hin, dass der positive Trend bei den Arbeitslosenzahlen gebremst werden dürfte. Zunehmend wird der Mangel an Fachkräften zum Problem für die deutsche Wirtschaft. Unions-Arbeitsmarktexperte im Bundestag, Marc Biadacz, sagt dazu:

Das Problem für den deutschen Arbeitsmarkt ist nicht die Arbeitslosigkeit sondern die Arbeiterlosigkeit.
Marc Biadacz, Union-Arbeitsmarktexperte

Die Einschnitte als Folgen des Ukraine-Krieges und das Dauerthema Lieferengpässe dürften die neuen und alten Herausforderungen für den Arbeitsmarkt sein.

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