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Bundesagentur für Arbeit - Arbeitslosenzahl steigt - aber saisonbedingt

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Die Kurzarbeit in Deutschland geht weiter zurück. Die Zahl der Arbeitslosen stieg dagegen leicht an - allerdings nicht wegen Corona.

Laut der Bundesagentur für Arbeit hat sich der deutsche Arbeitsmarkt weiter stabilisiert. Dennoch seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich sichtbar.

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Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich nach dem Einbruch in der Corona-Krise weiter stabilisiert. Allerdings ist die Zahl der Arbeitslosen im August erneut leicht gestiegen: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren 2,95 Millionen Menschen ohne Job, 45.000 mehr als im Juli und 636.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

Arbeitslosenzahlen gestiegen - nicht wegen Corona

Im August erhöht sich die Arbeitslosigkeit üblicherweise, weil Beschäftigungs- und Ausbildungsverhältnisse vor den Sommerferien enden. Zum Vergleich: Im August 2019 hatte sich die Zahl der Menschen ohne Job im Vergleich zum Vormonat um 44.000 erhöht.

Wie schon im Juli habe es keinen zusätzlichen coronabedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegeben, sagte der Vorstandschef der Bundesagentur, Detlef Scheele, in Nürnberg.

Dennoch sind die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt weiterhin sehr deutlich sichtbar.
Detlef Scheele, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit

Kurzarbeit geht weiter zurück

Im Juni waren nach vorläufigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 5,36 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Im Mai hatte die Zahl noch bei 5,82 Millionen gelegen. Im April war diese auf 5,98 Millionen hoch geschnellt. Nach Angaben der Arbeitsmarktexperten sind die Zahlen hochgerechnet und werden monatlich angepasst, so dass sich diese rückwirkend verändern können.

Viele Arbeitnehmer sind wie Annica Brauckhoff in der Corona-Krise in die Kurzarbeit gerutscht und müssen nun mit weniger Gehalt zurechtkommen.

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Inzwischen geht nach dem massiven Anstieg im März und April die Zahl der Beschäftigten weiter zurück, für die Unternehmen Kurzarbeit anmelden. Vom 1. bis 26. August verzeichnete die Bundesagentur Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit für 170.000 Menschen. Die Zahl der tatsächlichen Kurzarbeiter liegt erfahrungsgemäß niedriger, weil Unternehmen Kurzarbeit zum Teil vorsorglich anzeigen.

Auch nach einer Umfrage des Ifo-Instituts geht die Kurzarbeit in Deutschland zurück. Danach gab es im August in 37 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen Kurzarbeit, im Juli waren es noch 42 Prozent.

Angst vor neuen Einschränkungen - Kauflaune gedämpft

Verschiedene Experten sehen zurzeit Anzeichen, dass sich der Arbeitsmarkt wieder gefangen hat - auch dank der Kurzarbeit, die das Ausmaß der Entlassung begrenzt hat. Die steigenden Infektionszahlen und die Angst vor neuen Einschränkungen bereiten ihnen jedoch Sorge. Die Kauflaune der Verbraucher hat das nach Angaben des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK bereits gedämpft.

Die Corona-Krise hat der deutschen Wirtschaft einen historischen Dämpfer verpasst.

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