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Arbeitsmarkt - Ausbildungskrise trotz Herbstbelebung

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Trotz anhaltender Corona-Krise erholt sich der Arbeitsmarkt weiter. Der Ausbildungssektor bereitet aber weiterhin Sorge - denn Fachkräfte werden dringend gebraucht.

Archiv: Eine Auszubildende feilt an einem Werkstück, aufgenommen am 18.04.2018
Schuld an der Ausbildungskrise ist auch die Corona-Pandemie.
Quelle: dpa

Die Konjunktur ist vor allem bei den Dienstleistungen stark, die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt hält an, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist so hoch wie nie: Trotz solch positiver Signale ist der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit nicht vollends zufrieden. "Es können nicht alle Menschen in gleicher Weise davon profitieren", beklagte Detlef Scheele in Nürnberg.

Scheele meint Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, die sich besonders schwertäten, nach der Corona-Krise in einen Job zurückzukehren. Und er meint Schulabgänger, die noch auf eine Ausbildung warten.

Niklas van Beek und Darla Nunes Santos Silva mussten ihre Ausbildung zum Pflegefachmann und zur -fachfrau mitten in der zweiten Corona-Welle beginnen. "Es hat den Beruf härter gemacht", sagt van Beek. Abgeschreckt hat es beide nicht.

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Weniger Auszubildende durch Corona

Die Vermittlung des Ausbildungsjahrgangs 2021 lief schlecht: pandemiebedingt weniger Ausbildungsbörsen, schwieriger Zugang für Berufsberater zu Schulen, weniger Praktika.

Die Ergebnisse bleiben trotz einer Aufhellung noch sehr deutlich hinter denen vor der Pandemie zurück und wir stehen weiterhin vor großen Herausforderungen
Detlef Scheele, Bundesagentur für Arbeit

In den vergangenen zwölf Monaten wurden den Jobcentern und den Arbeitsagenturen 511.300 Lehrstellen gemeldet, 19.000 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Demgegenüber haben den Angaben nach 433.500 Bewerber Beratungen der Jobcenter und Agenturen in Anspruch genommen - 39.400 weniger als im Vorjahreszeitraum.

"Der Rückgang liegt nicht an der Demografie, die Schülerzahlen sinken nicht, sie sind stabil", sagte Scheele. Die jungen Leute suchten sich Alternativen zur dualen Ausbildung - etwa in einem längeren Schulbesuch, einem Studium oder auch in ungelernter Erwerbstätigkeit. Auch Fachschulausbildungen, etwa für Erzieherinnen und Altenpflegerinnen, stünden in Konkurrenz zur klassischen Lehrstelle.

Im neuen Ausbildungsjahr gibt es erneut mehr Plätze als Bewerber - eine Herausforderung für die Unternehmen.

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Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt

Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland dank einer anhaltenden Herbstbelebung im Oktober kräftig auf 2,377 Millionen gesunken. Das sind 88.000 weniger als im September und 383.000 weniger als im Oktober vergangenen Jahres, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland stieg im Oktober auf einen Rekordwert. Mit 33,97 Millionen ist deren Zahl so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Zuzug aus dem Ausland gegen Azubi-Mangel

Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sei höher als vor der Pandemie, sagte Scheele. Das belege die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften, besonders Facharbeitern. "Der Fachkräftemangel ist nach wie vor die Wachstumsbremse in Deutschland", sagte er.

Es werde für die neue Bundesregierung eine der Herausforderungen sein, das inländische Potenzial zu heben und Zuzug aus dem Ausland so zu ermöglichen, dass auch das Problem der Anerkennung etwa von im Ausland erworbenen Handwerksausbildungen gelöst werden könne.

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