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Untergetaucht in Russland? : Auslieferung von Wirecard-Manager gefordert

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Schon länger wird der ehemalige Wirecard-Manager Jan Marsalek in Russland vermutet. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat nun dessen Festnahme und Auslieferung beim Kreml beantragt.

Laut einem Bericht versucht die deutsche Justiz die Auslieferung des flüchtigen Ex-Wirecard-Vorstands Marsalek zu erreichen. Er soll sich in Moskau verstecken.

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Auf der Suche nach dem geflüchteten ehemaligen Wirecard-Manager Jan Marsalek hat sich die Münchner Justiz an die russische Regierung gewandt. Einem Bericht zur Folge soll die Staatsanwaltschaft bereits vor Ostern um die Festnahme und Auslieferung nach Deutschland gebeten haben. Das berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Staatsanwaltschaft München teilte auf Anfrage mit, man könne sich nicht zu Maßnahmen der internationalen Rechtshilfe äußern.

Bekommt Marsalek Unterstützung von Russland?

Marsalek ist seit Sommer 2020 untergetaucht und wird in Russland vermutet. Er ist eine Schlüsselfigur im Skandal um den kurz nach seinem Untertauchen zusammengebrochenen Finanzdienstleister Wirecard. Der Zeitung zufolge soll Marsalek sich in einem Versteck des russischen Geheimdienstes FSB befinden.

Laut Bild sollen vor Ostern auch zwei Münchner Staatsanwälte in der BND-Zentrale in Berlin gewesen sein, um dort geheime Akten zu Marsalek einzusehen. Der Zeitung zufolge soll Russland Deutschland bereits vor längerer Zeit angeboten haben, Marsalek zu verhören, das Angebot sei aber nicht bei der Münchner Staatsanwaltschaft angekommen. Laut Spiegel soll der BND dieses Angebot aber wegen Bedenken abgelehnt haben.

Wirecard-Skandal verursachte Schaden in Milliardenhöhe

Der Zusammenbruch von Wirecard gilt als größter Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte. Inzwischen hat die Münchner Staatsanwaltschaft den ehemaligen Konzernchef Markus Braun und zwei weitere ehemalige Spitzenmanager angeklagt. Sie sollen seit 2015 die Bilanzen gefälscht und kreditgebende Banken um insgesamt 3,1 Milliarden Euro geschädigt haben - davon 1,7 Milliarden Euro an Krediten und weitere 1,4 Milliarden an Schuldverschreibungen. Brauns Verteidiger beteuern allerdings dessen Unschuld.

Systemversagen vor dem Ausschuss

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Laut Anklage waren die Wirecard-Bilanzen von 2015 bis 2018 falsch - eine geprüfte Bilanz für 2019 kam schon nicht mehr zustande. Im Juni 2020 meldete die einst als deutsches Technologie-Vorzeigeunternehmen geltende Wirecard Insolvenz an. Auslöser waren bis heute vermisste 1,9 Milliarden Euro, die angeblich auf Treuhandkonten verbucht waren.

Geschädigt wurden durch den Zusammenbruch nicht nur Banken und Investoren, sondern auch Zehntausende Aktionäre. Wirecard war nach dem Aufstieg in den Dax an der Börse 2018 zeitweilig über 20 Milliarden Euro wert.

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