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Autoindustrie bekommt weitere drei Milliarden

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Autogipfel - Autoindustrie bekommt weitere drei Milliarden

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Noch kurz vor dem Autogipfel hat die Regierung ein neues Hilfspaket von gut drei Milliarden Euro beschlossen. Das Geld soll in klimafreundliche Investitionen fließen.

Die Bundesregierung unterstützt die angeschlagene Automobilindustrie in der Corona-Krise mit weiteren drei Milliarden Euro. Zudem soll ein Wandel der Branche vorangetrieben werden.

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat angekündigt, die Automobilindustrie mit weiteren drei Milliarden Euro zu unterstützen. Damit stellt die Bundesregierung insgesamt rund fünf Milliarden Euro für die Autoindustrie zur Verfügung, sagte Altmaier bereits vor Beginn des Autogipfels am Dienstagabend.

Zur Begründung der neuen Hilfen nannte er die aktuelle "schwere Phase", in der sich die Autoindustrie befinde. Betroffen seien hunderttausende Arbeitsplätze. Bereits zuvor waren Hilfen in Höhe von zwei Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket für die Zulieferindustrie zugesagt worden.

Kaufprämie wird bis 2025 verlängert

Zusätzlich dazu kündigte Altmaier eine Milliarde Euro für einen "Zukunftsfonds Automobilindustrie" an. Dieser stehe unter der technischen Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums. Außerdem werde die sogenannte Innovationsprämie bis 2025 verlängert, was etwa einer weiteren Milliarde Euro an Hilfen für die Industrie entspricht.

Die Regierung hatte ihre Kaufprämie für reine Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride bereits im Sommer bis Jahresende 2021 verlängert.

Bei einem erneuten Autogipfel berät Kanzlerin Merkel per Videoschalte mit der Autoindustrie, Ministern, sowie Verbänden über die Zukunft der Branche. Dazu ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann.

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LKWs sollen erneuert werden

Eine weitere Milliarde Euro Hilfen ergibt sich demnach durch ein geplantes Flottenerneuerungsprogramm von LKW. Zur Hälfte gingen diese Gelder an das Bundesverkehrsministerium zur Neubeschaffung von LKW; die andere Hälfte erhielten Unternehmen, um die eigenen Flotten zu erneuern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tauschte sich am Dienstagabend erneut mit Vertretern der Automobilindustrie zur Zukunft der Branche in Deutschland aus.

Teilnehmer des virtuellen Autogipfels im Rahmen der sogenannten Konzertierten Aktion Mobilität waren zudem mehrere Bundesminister und Ministerpräsidenten sowie neben Gewerkschaftsvertretern auch die Spitzen von Union und SPD.

Kritik von Umweltschützern

Die Umweltschutzorganisation BUND warnte vor weiteren "Steuergeschenken" an die Automobilbranche. Eine Verlängerung der bestehenden Förderung des Kaufs von Elektroautos und Plug-in-Hybriden über das Jahr 2021 hinaus sei "inakzeptabel", erklärte BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg.

Besonders bei den nur teilweise elektrisch fahrenden Plug-in-Hybriden sei die Förderung unter Gesichtspunkten des Klimaschutzes "fatal".

Der SUV «Grandland X» wird im Opel-Werk Eisenach montiert

Keine Technologieführer mehr -
Deutsche Autobauer in der Krise
 

Die deutsche Autoindustrie hat es über Jahre versäumt, sich auf die neuen Trends am Markt einzustellen. Für viele Zulieferer wird es jetzt in der Corona-Krise eng.

von Andreas Halbach
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