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Autoindustrie kein Wachstumsmotor mehr

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IW-Studie - Autoindustrie kein Wachstumsmotor mehr

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Die Corona-Krise hat die Autoindustrie schwer getroffen: Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft büßt sie ihre Rolle als "Wachstumslokomotive" ein.

Archiv: Der SUV "Grandland X" wird im Opel-Werk Eisenach am 28.08.2019 montiert.
Beim morgigen Autogipfel soll über die Zukunft der Automobilbranche beraten werden.
Quelle: dpa

Die Automobilindustrie hat durch die Corona-Krise nach vielen Jahren ihre Rolle als Motor des deutschen Wirtschaftswachstums eingebüßt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Branchenstudie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), die dem "Handelsblatt" vorliegt.

Die Krise habe die Autoindustrie im Vergleich zu anderen Branchen besonders hart getroffen, heißt es demnach in der Untersuchung.

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Überkapazitäten und Absatzeinbrüche

Zunächst seien die globalen Lieferketten in der Autobranche durch die Pandemie von einem Angebotsschock getroffen worden. "Jetzt ist die Branche mit einem Nachfrageschock konfrontiert, von dem sie sich nur langsam wieder erholt", heißt es in der Studie.

Erschwert werde die Situation dadurch, dass bereits hohe Überkapazitäten existierten und der technologische Wandel die Geschäftsergebnisse belaste. "In der Folge steht die Autoindustrie erstmals nach einem Jahrzehnt wieder vor spürbaren Personalanpassungen und wird als Wachstumslokomotive für den Standort Deutschland zunächst ausfallen", erklären die Forscher laut "Handelsblatt".

Söder fordert Förderungen von Bund und Ländern

Am Dienstagabend soll der nächste Autogipfel per Videokonferenz einberufen werden. Kanzlerin Merkel will mit Vertretern der Autoindustrie und den Regierungschefs der Bundesländer über das Absatz-Tief in der Corona-Krise beraten. Ein weiteres zentrales Thema: die Zukunft der Automobilbranche.

CSU-Chef Markus Söder forderte im Vorfeld bereits zusätzliche Hilfen für das "Herz der Industrie". Er will die Autoindustrie mit weiteren zehn Milliarden Euro für Batteriezellforschung und -produktion in Deutschland anschieben. Bundeskanzlerin Merkel sieht keinen Ergänzungsbedarf zum bestehenden Konjunkturpaket.

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