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Streik der Lokführer - GDL-Chef fordert neues Angebot der Bahn

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Kurz nach dem Beginn des Lokführer-Streiks bei der Deutschen Bahn fordert der GDL-Vorsitzende Weselsky ein neues, verbessertes Angebot. Die Bahn zeigt sich verhandlungsbereit.

"Die Verhandlungen mit dem Bahnkonzern sind immer wieder gescheitert, unser Angebot ist nicht verhandelbar", sagt GDL-Chef Claus Weselsky.

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Die Lokführergewerkschaft GDL will die Deutsche Bahn mit dem zweitägigen Streik zu einem verbesserten Angebot im Tarifstreit bringen.

Das Angebot ist unakzeptabel.
Claus Weselsky

Weselsky: Lange Laufzeit bedeutet Tarif-Entwertung

Das sagte GDL-Chef Claus Weselsky im ZDF Morgenmagazin. Das Angebot mit einer Laufzeit von 40 Monaten bedeute eine Entwertung des Tarifs über die Länge der Laufzeit von unter einem Prozent im Jahr. "Das ist für uns nicht verhandelbar. Das haben wir klar und deutlich gemacht."

"Und am Ende des Tages verantwortet der Bahnkonzern, weil zu einem Streit auch immer zwei gehören, dass die Auseinandersetzung jetzt auch auf dem Rücken von Reisenden stattfindet", sagte Weselsky.

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GDL-Chef bezichtigt Bahn-Personalvorstand der Lüge

Der GDL-Vorsitzende betonte, dass eine Rückkehr an den Verhandlungstisch erst dann komme, wenn Bahn-Personalvorstand Martin Seiler lerne, dass im Tarifgeschäft gescheiterte Verhandlungen auch wirklich gescheiterte Verhandlungen seien und er die Situation nur dann ändere, wenn er ein verbessertes Angebot mache.

Herr Seiler belügt die Öffentlichkeit und belügt die Eisenbahnerschaft und tut so, als würde er seit Juni immer wieder verbesserte Angebote bringen. Dem ist nicht so.
Claus Weselsky, GDL-Chef

Die GDL werde über eine Fortführung des Streiks in der kommenden Woche entscheiden.

Bahn gibt sich verhandlungsbereit

"Wir haben deutlich verbesserte Angebote vorgelegt und wollen Kompromisse mit der GDL schließen", so Martin Seiler, Personalvorstand Deutsche Bahn.

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DB-Personalvorstand Seiler blockte diese Angriffe Weselskys im ZDF Morgenmagazin ab. "Ich bin weit entfernt, auf der persönlichen Ebene zu agieren", sagte er. Seiler forderte die GDL dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und Fragen wie etwa die Tarifvertrag-Laufzeit oder die Höhe der Corona-Prämie dort zu klären.

Das sind Dinge, die lotet man am Verhandlungstisch aus. Wir fordern auf Gespräche zu führen, Verhandlungen zu führen.
Martin Seiler, Bahn-Personalvorstand

Die Bahn sei verhandlungsbereit. "Und zu jeder Zeit an jedem Ort genügt eigentlich ein kurzer Anruf oder eine kurze Abstimmung und dann sind wir auch da." Insgesamt müsse die GDL ihrer Verantwortung gerecht werden und das Land nicht mit überzogenen Streiks belasten.

GDL kämpft für mehr Geld

Seit 2 Uhr werde im Personenverkehr und in Teilen der Infrastruktur gestreikt. Den Zeitpunkt begründete der GDL-Chef mit der Urlaubszeit. "Wir haben das Wochenende vor uns. Wir wissen, dass dort Ferien auslaufen und dass eine erhöhte Reisefrequenz vorhanden ist."

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn. Anders als die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sie in diesem Jahr keine Nullrunde bei den Gehältern akzeptieren. So will die GDL auch bei den Mitarbeitern im Machtkampf mit der EVG punkten.

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