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Bahn-Löhne steigen, aber langsamer

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Tarifeinigung - Bahn-Löhne steigen, aber langsamer

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Die Corona-Krise erhöht den Spardruck bei der Bahn. Zwar steigen die Löhne weiter, aber moderater als früher. Dafür sollen die Jobs zumindest bis Ende Februar 2023 sicher sein.

Das Logo der Deutschen Bahn.
Die Bahn erhöht die Löhne, aber wegen der Corona-Krise fiel die Tarifeinigung moderater aus.
Quelle: dpa

Nur etwas mehr Geld im Portemonnaie, dafür sichere Arbeitsplätze: Für die Beschäftigten der Deutschen Bahn ist in der Corona-Krise ein neuer Tarifvertrag vereinbart worden.

1,5 Prozent mehr Lohn ab 2022

Danach erhalten 180.000 Bahn-Beschäftigte zum 1. Januar 2022 rund 1,5 Prozent mehr Lohn. Der Tarifvertrag läuft von März 2021 bis Ende Februar 2023 und schließt für diese Zeit betriebsbedingte Kündigungen aus. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Konzern sprachen von einem Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise.

Beide Seiten erzielten ebenfalls eine Einigung in der seit Jahresbeginn offenen Tarifrunde für die Beschäftigten im Busbereich. Neben einer Einmalzahlung von 1.000 Euro steigen für diese 6.000 Beschäftigten die Löhne ab 2021 um 2,6 Prozent und ab 2022 um weitere 1,5 Prozent. Die Laufzeit geht bis Ende Februar 2023.

Moderater Anstieg wegen Corona

In den vergangenen Tarifrunden konnten sich die Bahn-Beschäftigten teils über deutlich höhere Lohnsteigerungen freuen. Die Corona-Krise schlug aber kräftig ins Kontor: In diesem Jahr wird ein Milliardenverlust erwartet.

Anders als die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte die EVG deshalb eingewilligt, die Tarifverhandlungen vorzuziehen. "Es geht nicht darum, mehr zu wollen. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen in schwierigen Zeiten", sagte der EVG-Vize-Vorsitzende Klaus Dieter-Hommel.

Bahn will weiter mehr Personal einstellen

Die Verluste infolge der Pandemie könnten dadurch gemildert werden, teilte die Bahn mit. 

Das gibt uns Spielraum, um Zukunftsthemen voranzubringen.
Martin Seiler, Personalvorstand

So soll die Einstellungsoffensive weitergehen. Nach 25.000 in diesem Jahr sollen in den nächsten beiden Jahren jeweils 18.000 neue Leute eingestellt werden. Abgänge abgezogen würde die Belegschaft 2021 und 2022 so jeweils um etwa 2.000 wachsen.

Weitere Vereinbarungen zwischen Bahn und EVG:

  • Sollte es zu einer zweiten Welle der Seuche mit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in Deutschland kommen, gilt für die Beschäftigten künftig ein "Corona-Paket". Sie können dann nach EVG-Angaben bis zu 50 Tage für die Kinderbetreuung zu Hause bleiben, bis zu 20 Tage für die Pflege Angehöriger.
  • Neu ist auch ein Fonds "Mobilität & Arbeit" mit jährlich 25 Millionen Euro. Angesichts steigender Mieten und längerer Arbeitswege sollen Beschäftigte Hilfe beantragen können.
  • Vereinbart wurden auch Zulagen für Mitarbeiter, die neue Kollegen einarbeiten.

Bund stützt Bahn mit zusätzlichem Eigenkapital

Im Gegenzug für staatliche Hilfe hatte die Bahn zugesagt, beim Personal bis 2024 stufenweise rund zwei Milliarden Euro einzusparen. Nachdem die Fahrgastzahlen im März einbrachen, sagte der Bund fünf Milliarden Euro zusätzliches Eigenkapital zu.

Die bisherigen Tarifverträge bei der Bahn gelten noch bis Ende Februar. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hatte vorzeitige Verhandlungen abgelehnt. Sie sieht keine ausreichende Begründung, warum das Personal einen Sparbeitrag leisten soll. Hommel warf der GDL vor, damit den Beschäftigten zu schaden. Seiler hob hervor, die Bahn sei weiter verhandlungsbereit.

Beim Bahngüterverkehr steht Deutschland auf der Bremse. Während unsere europäischen Nachbarn viel Geld investiert haben, fehlen hierzulande eigene Gütertrassen.

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