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Streik droht - IG Bau: Keine Lösung bei Tarif-Schlichtung

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Die Schlichtung im Tarifstreit für die rund 900.000 Beschäftigen im Baugewerbe ist abgebrochen worden. Die Gespräche sollen Mittwoch fortgesetzt werden, es droht sonst ein Streik.

Ein Bauarbeiter wird mit einer Betonmischung zu einem Neubau gehoben. Bei den Tarifverhandlungen im Baugewerbe ist weiter keine Lösung in Sicht.
Die IG Bau droht im Tarifkonflikt mit "bundesweiten Bau-Streiks".
Quelle: Jensen/dpa (Archiv)

Die seit Monaten andauernden Verhandlungen im Bau-Tarifkonflikt gehen in die nächste Runde. Die Schlichtung für das Bauhauptgewerbe mit seinen 890.000 Beschäftigten brachte keine Lösung und wurde nach Angaben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) abgebrochen.

Die Gespräche sollen demnach am kommenden Mittwoch voraussichtlich in Berlin fortgesetzt werden. Als Schlichter fungiert der Präsident des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel.

IG-Bau-Chef: Steine aus dem Weg räumen

Der IG-Bau-Bundesvorsitzende, Robert Feiger, sprach von "den schwierigsten Verhandlungen im Baugewerbe seit Jahren".

Er hoffe, "dass die Arbeitgeber den Weg der Vernunft gehen und dass es uns gelingt, in der kommenden Woche die Steine aus dem Weg zu räumen." Dies sei allerdings ungewiss. Der Gewerkschaftschef drohte:

Das Damoklesschwert eines bundesweiten Bau-Streiks schwebt nach wie vor über der Verhandlung.
Robert Feiger, IG-Bau-Chef

Heute beginnt die Schlichtung im Tarifkonflikt des Bausektors. Rund 1000 Mitglieder der IG Bau werden bei bundesweiten Demonstrationen erwartet. Sie fordern bessere Wegzeitentschädigung und Lohnerhöhung.

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IG Bau: "Noch weit auseinander"

Laut IG Bau gab es lediglich eine leichte Annäherung zwischen den Tarifpartnern. In entscheidenden Punkten lägen die Positionen allerdings "noch weit auseinander".

Dies betreffe insbesondere die Regelung einer generellen Entschädigung für die Fahrzeiten zu den Baustellen, führte Feiger aus. "Hier wird es mit uns keine 'Light-Lösung' geben."

Knackpunkt: Anhebung der Löhne

Auch bei der Anhebung der Löhne stünden die Arbeitgeber weiter auf der Bremse, kritisierte der IG Bau-Branchenvorstand für das Bauhauptgewerbe, Carsten Burckhardt. "Und das vor dem Hintergrund des seit langem anhaltenden Baubooms und der Rekordumsätze, die die Branche verzeichnet."

Positiv bewertete die IG Bau die Ankündigung der Arbeitgeber, am Mindestlohn 2 im Westen - also am unteren Lohnsockel für qualifizierte Bauarbeiter - festhalten zu wollen.

Forderung: 5,3 Prozent mehr Lohn

Die IG Bau hat für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent und einen Lohnangleich zwischen Ost und West gefordert. Die Tarifverhandlungen dauern bereits mehrere Monate. Nach dem Scheitern der fünften Verhandlungsrunde Ende September hatten beide Seiten eine Schlichtung vereinbart.

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