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Bayer stimmt in den USA Vergleich zu

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Glyphosat-Rechtsstreit - Bayer stimmt in den USA Vergleich zu

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Bayer hat im Glyphosat-Streit in den USA einem Vergleich zugestimmt. Der deutsche Agrarchemie-Konzern erklärte sich bereit, rund 40 Millionen Dollar zu zahlen.

Der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer zahlt im Gerichtsstreit um angeblich gesundheitsschädliche Unkrautvernichtungsmittel in einem Vergleich 39,6 Millionen Dollar.
Die Wirkungen von Glyphosat auf die Gesundheit könnten Bayer insgesamt mehr als zehn Milliarden Dollar kosten.
Quelle: AP

Der Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto kommt den deutschen Chemieriesen Bayer teuer zu stehen. Im Rechtsstreit um angeblich irreführende Angaben auf der Verpackung von Unkrautvernichtern mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat hat der Leverkusener Konzern einem Vergleich in Höhe von fast 40 Millionen Dollar zugestimmt. Doch damit ist das Problem juristisch noch längst nicht vom Tisch.

Nach dem Vergleich ist vor dem Vergleich

Der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer begrüßte den Vergleich in einer Stellungnahme als Lösung zur Zufriedenheit aller Parteien. Das zuständige Gericht in Kansas City im US-Bundesstaat Missouri muss dem Kompromiss aber noch zustimmen.

Sehen Sie hier einen Beitrag über die Klagen gegen Bayer:

Trotz erfolgreichem Geschäftsjahr 2019 bleibt der Unkrautvernichter Glyphosat ein Problem für den Bayer-Konzern. Mittlerweile gibt es 50.000 Klagen gegen das Tochterunternehmen Monsanto in den USA.

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1 min
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Beschriftungen müssen geändert werden

Die Einigung mit den US-Klägern umfasst auch bestimmte Änderungen bei der Beschriftung des Unkrautvernichters Roundup, das im Zentrum der Klage stand.

Mehr als zwei Jahre lang dauerten die Rechtsstreitigkeiten in mehreren Bundesgerichtsbezirken. Einen direkten Zusammenhang mit der US-Klagewelle gegen Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsanto-Unkrautvernichtern wie Roundup gibt es indes nicht.

Gegen Bayer laufen weitere 4.600 Klagen

Hier dauerten die Vergleichsverhandlungen weiter an, aber es gebe noch keine Gewissheit über eine Einigung, so der Konzern. Zuletzt war Bayer nach eigenen Angaben mit rund 4.600 US-Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren konfrontiert.

Sehen Sie hier einen Beitrag über Kritik am Bayer-Konzern im Zusammenhang mit dem Bienensterben:

In der Landwirtschaft sind Insektengifte nicht immer zu vermeiden. Manche Substanzen beseitigen aber nicht nur Schädlinge, sondern schädigen Bienen. In der Kritik: die Neonicotinoide.

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28 min
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Bei diesen Fällen hatte Bayer die ersten drei Gerichtsprozesse in den USA verloren und hohe Schadenersatzurteile kassiert. Allerdings will der Konzern die Schuldsprüche in Berufungsverfahren aufheben lassen.

Insgesamt könnte Bayer eine Einigung zehn Milliarden Dollar kosten

Hinter den Kulissen laufen schon länger Vergleichsgespräche unter der Aufsicht des US-Staranwalts Ken Feinberg. Analysten rechnen mit einer Einigung, die Bayer rund zehn Milliarden Dollar kosten könnte.

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