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Easyjet will 30 Prozent der Jobs streichen

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Britischer Billigflieger - Easyjet will 30 Prozent der Jobs streichen

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Auch Easyjet zieht Konsequenzen aus der Corona-Krise. Der britische Billigflieger will seine Flotte eindampfen und 30 Prozent der Stellen streichen.

Ein Flugzeug der britischen Fluggesellschaft Easyjet. Archivbild
Easyjet setzt den Rotstift an, um auch "in Zukunft erfolgreich" zu sein.
Quelle: Peter Byrne/PA Wire/dpa

Der britische Billigflieger Easyjet rechnet nach der Corona-Krise mit einem kleineren Luftfahrtmarkt und setzt daher den Rotstift an. Die Airline will bis zu 30 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen, teilte das Unternehmen in Luton bei London mit. Auch die Flugzeugflotte soll schrumpfen.

Es sei eine schwierige Zeit, und es seien schwierige Entscheidungen zu treffen, sagte Konzernchef Johan Lundgren.

Wir wollen sicherstellen, dass wir aus der Pandemie mit einem noch wettbewerbsfähigeren Geschäft herauskommen, damit Easyjet in Zukunft erfolgreich sein kann.
Johan Lundgren

Easyjet rechnet erst wieder 2023 mit größerer Nachfrage

Das Management begründete die Kürzungen mit dem Einbruch des Flugverkehrs infolge der Coronavirus-Pandemie und der Erwartung, dass die Nachfrage nach Flugtickets nicht vor dem Jahr 2023 wieder auf das Niveau von 2019 klettert.

Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September traut sich Easyjet-Chef Lundgren weiterhin nicht zu. Im vierten Geschäftsquartal, das die für Fluggesellschaften wichtigen Sommermonate umfasst, werde das Flugangebot voraussichtlich 70 Prozent geringer ausfallen als ein Jahr zuvor.

Airline will Flugzeugflotte verkleinern

Easyjet will seine Flugzeugflotte bis Ende des Geschäftsjahres 2021 auf 302 Maschinen eindampfen. Zuletzt verfügte die Airline im März nach eigenen Angaben über 337 Flugzeuge und wollte ihre Flotte eigentlich weiter ausbauen. Easyjet hat sich mit dem Flugzeugbauer Airbus geeinigt, weitere bestellte Maschinen erst später abzunehmen als geplant.

Es ist die größte Krise in der Geschichte der Luftfahrt. Von allen Wirtschaftszweigen ist die Branche mit am stärksten von der Corona-Krise betroffen.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Easyjet will Mitte Juni den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Die Airline sorgt sich wie andere Fluggesellschaften wegen einer ab 8. Juni geltenden Regelung in Großbritannien. Wer mit dem Flugzeug aus dem Ausland kommt, muss sich nach den bisherigen Plänen in eine 14-tägige Quarantäne in Großbritannien begeben. Eine Ausnahme gilt für Irland.

Easyjet geht radikaler vor als Konkurrenten

Lundgren geht bei seinen Restrukturierungen radikaler vor als seine Wettbewerber. So plant Ryanair nur 15 Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen, der kleinere Rivale Wizz will seine Belegschaft um 19 Prozent zu reduzieren.

Die Corona-Krise zwingt weltweit die Luftfahrt-Branche in die Knie. Die Lufthansa ist auf Staatshilfe in Milliardenhöhe angewiesen, um zu überlegen. Mit dem Abbau von Zehntausenden von Jobs stellen sich die Unternehmen auf einen Reisemarkt ein, dessen Erholung drei Jahre dauern könnte.

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