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BMW: Millionenstrafe in den USA gezahlt

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Irreführende Absatzzahlen - BMW: Millionenstrafe in den USA gezahlt

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BMW zahlt in den USA eine Millionenstrafe. Das sieht ein Vergleich mit der Börsenaufsicht vor. Die wirft dem Autobauer vor, Absatzzahlen geschönt zu haben.

Der Münchener Hauptsitz des Autobauers BMW.
Der BMW-Hauptsitz in München.
Quelle: dpa

Den deutschen Autobauer BMW kommen angeblich irreführende Angaben zu seinen Absatzzahlen in den USA teuer zu stehen. Das Unternehmen und zwei Tochterfirmen zahlen im Rahmen eines Vergleichs eine Geldstrafe von 18 Millionen Dollar (15,4 Mio Euro), wie die US-Börsenaufsicht SEC mitteilte.

US-Börsenaufsicht: Dubiose Methoden

Nach Angaben der Behörde soll BMW seine Zahlen zum Absatzvolumen auf dem US-Automarkt von 2015 bis 2019 mit verschiedenen dubiosen Methoden aufgehübscht haben.

Den Angaben zufolge hatte die Nordamerika-Tochter von BMW eine Art Reservoir an Fahrzeugen, deren Verkauf zunächst nicht gemeldet wurde, um monatliche Zielvorgaben unabhängig vom Verkaufszeitpunkt zu erfüllen.

BMW hat in der Corona-Krise im zweiten Quartal 25,3 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Einziger Lichtblick war China, wo der Absatz um 17,1 Prozent zunahm.

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Verkaufszahlen in die Höhe getrieben

Demnach bezahlte BMW Händler zudem dafür, Autos fälschlicherweise als Vorführfahrzeuge oder Leihfahrzeuge zu deklarieren, damit der Konzern höhere Verkaufszahlen angeben konnte.

Durch die dubiosen Methoden hätten interne Zielmarken erreicht werden sollen, zudem habe das Unternehmen öffentlich besser im Konkurrenzkampf mit anderen Premium-Anbietern dastehen wollen.

Investoren und Kunden in die Irre geführt

Stephanie Avakian von der Finanzmarktaufsicht erklärte:

Durch wiederholtes Offenlegungs-Versagen hat BMW Investoren über seine US-Verkaufszahlen und die Kundennachfrage nach BMW-Fahrzeugen in den USA in die Irre geführt, während das Unternehmen in den USA Kapital aufbrachte.
Stephanie Avakian

BMW bestätigte auf Anfrage, die Geldstrafe akzeptiert zu haben. Durch die Zahlung der Strafe werden die Ermittlungen ohne Schuldeingeständnis des Autobauers eingestellt. Das Unternehmen sei froh, die Angelegenheit aus der Welt geschafft zu haben, hieß es in einer Stellungnahme.

Angebliche Vergehen vor über drei Jahren

Ein US-Sprecher von BMW behauptete indes, dass dem Konzern von der SEC kein absichtliches Fehlverhalten vorgeworfen worden sei und die meisten der beanstandeten Vergehen bereits über drei Jahre zurücklägen.

Die Börsenaufsicht störte sich laut ihrer Mitteilung insbesondere daran, dass die US-Konzerntochter BMW Capital die zweifelhaften Angaben zu den Verkaufszahlen auch Investoren und Ratingagenturen gegenüber gemacht habe.

Irreführende Informationen verbreitet

Dadurch seien bei der Ausgabe von Unternehmensanleihen im Volumen von rund 18 Milliarden Dollar irreführende Informationen verbreitet worden.

Die SEC hob jedoch hervor, dass BMW trotz Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie bei den Ermittlungen gut kooperiert habe. Dies sei beim Strafmaß berücksichtigt worden.

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