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Ausverkauf im Börsenland

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Wegen Corona-Krise - Ausverkauf im Börsenland

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Nichts scheint zu helfen. Auch die nächste drastische Zinssenkung der amerikanischen Notenbank verpufft wirkungslos. Die Börsen bleiben weiterhin im Ausnahmezustand.

Frankfurt am Main: Aktienhaendler im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierboerse vor der Anzeigetafel mit der Dax-Kurve.
Frankfurt am Main: Aktienhaendler im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierboerse vor der Anzeigetafel mit der Dax-Kurve.
Quelle: DPA

Der Zeitpunkt war ungewöhnlich. Hinein in den späten Sonntagabend verkündete die US-Zentralbank Fed, dass sie die Zinsen ein zweites Mal innerhalb kürzester Zeit senken wird. Nun sind sie praktisch bei Null angekommen.

Keine Feierlaune an den Börsen

Normalerweise ein Grund für Börsen, ein Kursfeuerwerk zu starten. Doch wie bereits bei der Zinssenkung vor vierzehn Tagen, ging auch dieses Mal der Schuss nach hinten los. Für viele Investoren zeigte sich in dieser Maßnahme und den ebenfalls angekündigten massiven Geldspritzen für Anleihekäufe nicht mehr als die nackte Not, in der sich die Wirtschaft befindet.

Als Reaktion ging es heute an den meisten Börsenplätzen dieser Welt ausschließlich nach unten. Auch dem Dax bekam die Zinssenkung überhaupt nicht. Zeitweise fuhr er sogar wieder Verluste im zweistelligen Bereich ein und  befindet sich damit auf der rasantesten Talfahrt seiner Geschichte. 

Die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus bereiten vielen Unternehmen Sorgen. Einige müssen sogar um ihre Existenz bangen.

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Dax stürzt aus "heiler Welt" in Corona-Krise ab

Mit einem Minus von fast 40 Prozent seit Anfang Januar steuert er auf das schwärzeste Quartal seines Bestehens zu. Aus einer gefühlt "heilen Welt" ging es noch nie so schnell und extrem bergab – zugegebenermaßen aus sehr großer Fallhöhe.

Es gibt einfach keine Blaupause für diese Situation und auch deshalb verpuffen die Hilfsmaßnahmen der Notenbanken.

Jetzt heißt es, sich der Realität klar zu werden, dass Geldpolitik keine Grippe heilt.
Christoph Kutt, DZ Bank

Notenbanken sind gegen das Coronavirus machtlos

Es ist eben nicht die Stunde der Notenbanken wie bei der Finanzkrise 2008. Im Augenblick können sie nur signalisieren, dass sie bereit stehen und Unternehmen und Banken stützen werden.

Denn in Zeiten, in denen die Wirtschaft heruntergefahren wird und Läden sowie Geschäfte schließen, kann man mit diesen Maßnahmen weder das Angebot stimulieren noch die Nachfrage erhöhen. 

Deutlich gefragter ist nun die Politik mit Konjunkturpaketen oder Steuersenkungen. Hier gab es gerade in den ersten Wochen einen großen Dissens der Akteure, der es den Märkten zusätzlich schwer machte.

Ein Wertpapierhändler am 09.03.2020 in Frankfurt

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Die Corona-Epidemie hat gravierende Folgen für die deutsche Wirtschaft. Immer mehr Ökonomen fordern gezielte Staats-Hilfen. Was aber sind sinnvolle Maßnahmen? Hier eine Übersicht.

von Mischa Ehrhardt

Einzige Hoffnung: Weniger Infizierte oder ein Impfstoff

Ölpreiskriege oder einseitig verkündete Einreisestopps sind alles andere als beruhigend. Als die ersten politischen Maßnahmen verkündet wurden, hatten die Börsen somit schon große Verluste eingefahren.

Jetzt hat man zwar große Hilfspakete verkündet, doch auch diese können die Märkte einfach nicht beruhigen. Tägliche Hiobsbotschaften, wie etwa die Ankündigung, dass der Touristikkonzern Tui Staatshilfen beantragt und sein Geschäft mehr oder minder einstellt, zeigen: Die Rezession wird hart ausfallen.

Die Aktienmärkte spiegeln in ihren Kursen derzeit leider die ökonomische Realität wider. Zu befürchten ist, dass sich dies erst ändern wird, wenn die Infektionsraten zurückgehen oder ein Wirkstoff gegen das Coronavirus gefunden ist.

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