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Dax sackt weiter ab - Schwächste Woche seit 2011

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Corona-Angst an den Börsen - Dax sackt weiter ab - Schwächste Woche seit 2011

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Die Angst vor den Corona-Folgen setzt den Börsen weltweit zu. Der Dax sackt zum Handelsstart um fast vier Prozent ab. Die Anleger erleben die schwärzeste Woche seit 2011.

Börsenhändler an der Börse in Frankfurt/Main
Das Coronavirus setzt die Börsen weltweit unter Druck.
Quelle: DPA

Der Kursrutsch aus Sorge vor einer Coronavirus-Pandemie hat sich auch heute fortgesetzt. Der Dax sank im frühen Handel weitere 3,81 Prozent auf 11.896,17 Punkte. Vorbörslich schien sogar die Marke von 11.800 Punkten in Gefahr.

Schwärzeste Dax-Woche seit Beginn der Griechenland-Krise

Mit einem Dax-Verlust von mehr als zwölf Prozent seit dem vergangenen Freitag erleben die Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011. Das Rekordhoch aus der Vorwoche bei 13.795 Punkten scheint in der aktuellen Panik am Markt so schnell nicht wieder erreichbar.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte fiel um 3,43 Prozent auf 26.196,77 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone verlor ebenfalls rund dreieinhalb Prozent.

Coronavirus: Viele Unternehmen verzeichnen Einbußen

Zahlreiche Unternehmen verzeichnen infolge der Epidemie Einbußen: Die Aktien von Lufthansa verloren am Vortag um rund sechs Prozent und erreichten das niedrigste Niveau seit drei Jahren. Papiere der Deutschen Bank verloren mehr als sechs Prozent, die Aktien von Bayer gut vier Prozent. Die Anteilsscheine des Online-Modehändlers Zalando fielen mit einem Minus von fast neun Prozent ans MDax-Ende.

Das Coronavirus droht, eine schwere Belastung für die Wirtschaft zu werden. Lieferketten aus China brechen zusammen. Der DAX befindet sich im Sinkflug.

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Auch europaweit wurden deutliche Tiefstände verzeichnet: Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, büßte am Donnerstag 3,40 Prozent auf 3.455,92 Punkte ein. Die Börsen in Paris und London gerieten ebenfalls stark unter Druck. In Asien setzt sich der Ausverkauf an den Aktienmärkten wegen der Furcht vor einem Konjunktureinbruch fort. Damit steuern die weltweiten Börsen auf die stärksten Einbußen seit der Finanzkrise 2008 zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 4,4 Prozent oder 1.190 Zähler tiefer bei 25.766 Punkten. Für den Dow war es der größte Punkterückgang an einem Tag in seiner Geschichte. Der Nasdaq brach 4,6 Prozent auf 8.566 Punkte ein, während der S&P 500 um 4,4 Prozent auf 2.978 Punkte abstürzte.

Trump beruhigt die Finanzmärkte nicht

Nach Einschätzung von Händlern gelang es US-Präsident Donald Trump in seiner Rede nicht, die Märkte zu beruhigen. Der Dow-Jones-Industrial stand in den USA zum europäischen Handelsschluss mehr als zwei Prozent tiefer.

Aus Furcht vor einem Einbruch der Konjunktur durch die rasche Ausbreitung des Coronavirus fliehen Anleger auch aus US-Aktien.

Der Druck auf die Kurse wird durch immer mehr Neuinfektionen und Schreckensnachrichten aus Wirtschaft und Gesellschaft aufrechterhalten
Jochen Stanzl, Börsenanalyst

In den vergangenen Tagen schrumpfte die Marktkapitalisierung der Aktienmärkte weltweit um drei Billionen Dollar. Das entspricht der deutschen Wirtschaftsleistung eines Dreivierteljahres.

Diskussion bei "maybrit illner" zur Lage in Deutschland:

"maybrit illner“ mit dem Thema „Coronavirus ohne Grenzen – wie gut ist Deutschland vorbereitet?“ vom 27. Februar 2020, um 22:15 Uhr im ZDF.

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Gewinn verbucht indes das Unternehmen Clorox, welches unter anderem Desinfektionsmittel verkauft. Die Papiere erreichten am Donnerstag ein neues Rekordhoch im US-Handel. Trotz des allgemeinen Ausverkaufs verbuchten die Aktien leichte Kursgewinne und kletterten zwischenzeitlich auf mehr als 170 Dollar.

Das Investmenthaus MKM Partners hat einen "Stay at Home"-Index mit Aktien zusammengestellt, die angeblich besonders gefragt werden, wenn die Angst vor dem Virus steigt und viele Menschen zuhause bleiben.

Gewinner der Krise

Zu den Profiteuren der aktuellen Situation zählen unter anderem der Streaming-Service Netflix, Waffenhersteller Sturm Ruger, Dosensuppen-Anbieter Campbell, Spieleentwickler Activision Blizzard, Videokonferenz-Spezialist Zoom, die Bürochat-App Slack, Heim-Fitnessgerätehersteller Peloton und Diagnostikspezialist Qiagen, welcher Testkits für das Covid-19-Virus herstellt.

In Deutschland verbreitet sich das Virus indes weiter. Die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein Westfalen und Rheinland Pfalz melden Infektionen. Nach Angaben des John-Hopkins-Instituts wurden in Deutschland bislang 48 Coronavirus-Fälle registriert.

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