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Transpazifisches Abkommen CPTPP - Briten planen Beitritt zu Freihandelszone

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Großbritannien bemüht sich um Aufnahme in das transpazifische Handelsabkommen CPTPP. Eine Mitgliedschaft könnte niedrigere Zölle, mehr Arbeitsplätze und Wohlstand mit sich bringen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson spricht bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz an der 10 Downing Street.
Das Handelsabkommen sei eine der neuen Partnerschaften, die Großbritanninen in Zukunft Vorteile bringen werden, so Premier Boris Johnson.
Quelle: Reuters

Großbritannien will dem transpazifischen Handelsabkommen CPTPP beitreten, das kündigte die Ministerin für internationalen Handel, Liz Truss, in London an. Die Regierung werde einen Antrag auf Mitgliedschaft im Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership (CPTPP) stellen.

Der Freihandelszone gehören bislang elf Staaten an. Sie umfasst unter anderem die Märkte Australiens, Kanadas, Chiles, Mexikos und Japans. Die CPTPP-Vereinbarung war als Antwort auf den Austritt der US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP aus der Taufe gehoben worden.

Längere Transportzeiten, mehr bürokratische Hürden: Das ist die neue Realität beim britisch-europäischen Handel – trotz Handelsabkommen.

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Nach dem Brexit nun in Richtung Freihandelszone

Die CPTPP-Mitglieder haben beispielsweise zollfreien Handel auf viele Waren und gemeinsame Standards vereinbart. Die elf Mitgliedsstaaten haben damit einen Binnenmarkt mit etwa 500 Millionen Menschen geschaffen, in dem 13 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet werden.

Der Antrag auf die CPTPP-Mitgliedschaft erfolgt ein Jahr nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU. "Ein Jahr nach unserem Abschied aus der EU schmieden wir neue Partnerschaften, die der britischen Bevölkerung enorme wirtschaftliche Vorteile bringen werden", sagte Premierminister Boris Johnson.

Ein Jahr nach dem Brexit zeigen sich im britisch-europäischen Handel zunehmend Probleme: Schwierigkeiten im Waren-Grenzverkehr – auch trotz des Sonderstatus Nordirlands im EU-Binnenmarkt. In britischen Supermärkten findet man zunehmend leere Regale.

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London will mehr Wohlstand, mehr Jobs

Auch Ministerin Truss verspricht sich "enorme Chancen" von einem Beitritt zu dem transpazifischen Handelsabkommen. Autohersteller und Whisky-Produzenten würden von niedrigen Zöllen profitieren. Zudem könnten neue Arbeitsplätze und größerer Wohlstand in Großbritannien geschaffen werden.

Skeptischer äußerte sich die oppositionelle Labour-Partei. Nach den jahrelangen Brexit-Verhandlungen stelle sich die Frage, wieso sich die Regierung nun "ohne nennenswerte Einbeziehung der Öffentlichkeit gleich einem anderen Wirtschaftsblock am anderen Ende der Welt" anschließen wolle, sagte die Labour-Handelsexpertin Emily Thornberry.

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