ZDFheute

EU und Briten beraten über Handelsvertrag

Sie sind hier:

Nach Brexit - EU und Briten beraten über Handelsvertrag

Datum:

Die EU und Großbritannien haben Gespräche über ihre künftigen Beziehungen begonnen. Ziel ist ein Handels- und Partnerschaftsabkommen. Die Verhandlungen bergen viel Streitpotenzial.

Michel Barnier und David Frost während der Handelsgespräche in Brüssel.
Auf die beiden kommen schwierige Gespräche zu: Michel Barnier und David Frost während der Handelsgespräche in Brüssel.
Quelle: AP

Einen Monat nach dem Brexit haben die EU und Großbritannien die schwierigen Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen begonnen. Bis zum Jahresende soll ein umfassendes Handels- und Partnerschaftsabkommen stehen. Die Zeit dafür ist jedoch kurz und die Positionen lagen zum Auftakt der Gespräche sehr weit auseinander.

Großbritannien war Ende Januar aus der EU ausgetreten. Bis Ende 2020 läuft eine Übergangsphase, in der sich trotz des Brexit kaum etwas geändert hat. Für die Zeit danach ist jedoch fast alles ungeklärt, darunter sind die Wirtschaftsbeziehungen, Migrations- und Reiseregeln, der Zugang zu Fischgründen und die gemeinsame Verbrechens- und Terrorbekämpfung. Gelingt kein Vertrag, drohen Verwerfungen für die Wirtschaft und Unsicherheit für die Bürger.

Einigkeit in weiter Ferne - Großbritannien und der EU stehen harte Verhandlungsrunden bevor:

Die britische Regierung droht mit einem Abbruch der Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zur EU. Großbritannien verlangt einen Freihandelsdeal wie zwischen EU und Kanada.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Elf Arbeitsgruppen verhandeln parallel

Die Verhandlungen zu den komplizierten Einzelfragen werden in elf Arbeitsgruppen gleichzeitig geführt. Großbritannien schickt nach offiziellen Angaben neben Chefunterhändler David Frost bis zu 100 Experten. Auf EU-Seite führt ein Team unter dem Franzosen Michel Barnier die Gespräche. Dafür hatten die EU-Staaten vorige Woche ein detailliertes Mandat erteilt.

Die erste Verhandlungsrunde läuft bis Donnerstag. Bis Oktober sind eine ganze Reihe solcher Runden geplant, die abwechselnd in Brüssel und London stattfinden sollen. Die britische Regierung hatte aber vergangene Woche erklärt, sie werde die Verhandlungen vorzeitig beenden, wenn es bis Juni keine Fortschritte gebe.

"Die harte Haltung ist eine Strategie", so ZDF-Korrespondent Yacin Hehrlein zu den anstehenden Brexit-Gesprächen. Boris Johnson wolle Großbritannien von der EU weitestgehend unabhängig machen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Viele Punkte mit Streitpotenzial

Priorität für die EU ist ein Freihandelsabkommen mit Verpflichtungen für einen fairen Wettbewerb, also gleichen Umwelt-, Sozial-, Steuer- und Subventionsstandards. Goßbritannien will zwar ebenfalls ein Handelsabkommen, doch ohne die Pflichten zur Angleichung seiner Gesetze an EU-Recht. Weiterer Streitpunkt: Die EU will den für sie wichtigen Zugang zu britischen Fischgründen im Gesamtpaket regeln; Großbritannien will darüber getrennt verhandeln.

Vor dem Brexit hatten beide Seiten bereits einen Trennungsvertrag geschlossen, der unter anderem die Übergangsfrist vorsieht. Vereinbart ist zudem eine Lösung für eine offene Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.