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London stimmt auf No-Deal-Brexit ein

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Brief an heimische Unternehmen - London stimmt auf No-Deal-Brexit ein

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Ende des Jahres soll der Brexit abgeschlossen sein - mit oder ohne Abkommen. London bereitet die Wirtschaft schon auf einen No-Deal-Ausstieg vor.

Die britische Flagge weht vor dem Big Ben. Archivbild
No Deal? Die Zeit für die Post-Brexit-Verhandlungen rennt davon.
Quelle: Alberto Pezzali/AP/dpa

Die britische Regierung fordert die heimischen Unternehmer auf, Vorbereitungen für einen Brexit ohne Abkommen zu treffen. Rund 200.000 Händler würden einen Brief erhalten, in dem neue Zoll- und Steuervorschriften dargelegt werden, so London.

"Täuschen Sie sich nicht, in nur 75 Tagen gibt es Änderungen und die Uhr für die Unternehmen tickt", sagte Kabinettsminister Michael Gove. Jetzt müssten alle zusammenarbeiten, damit Großbritannien die neuen Chancen nutzen könne, die sich "aus einer unabhängigen Handelsnation mit Kontrolle über ihre eigenen Grenzen, Hoheitsgewässer und Gesetze" ergeben würden.

Handelskammer: Mangelhafte Vorbereitung durch Regierung

Die britischen Handelskammer (BCC) warf der Regierung vor, für die mangelnde Vorbereitung der Unternehmen verantwortlich zu sein. "Angesichts der dreifachen Belastung durch ein Wiederaufleben des Coronavirus, verschärfter Beschränkungen und eines ungeordneten Austritts aus der EU nach der Übergangszeit ist es kein Wunder, dass Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich vorzubereiten", sagte Adam Marshall, Generaldirektor der BCC.

Ein Deal würde den Unternehmen mehr Klarheit bringen, damit sie planen können.
Adam Marshall, Generaldirektor der BCC

Die Unternehmen seien es leid, immer neue "Klippen und Fristen" zu umschiffen, während sie infolge der Pandemie mit grundlegenden Herausforderungen kämpfen, so Marshall weiter. Er hoffe weiterhin auf ein Abkommen mit der EU.

Das von der Downing Street zur Verfügung gestellte Bildschirmfoto zeigt wie Boris Johnson, Premierminister, eine Erklärung zu den Handelsgesprächen nach Brexit abgibt.

Kommt der No-Deal-Brexit? -
Johnsons Paukenschläglein
 

Der britische Premierminister Johnson kündigt an, sich auf einen No-Deal-Brexit einzulassen. Das ist nur ein Paukenschläglein, kommentiert Brüssel-Korrespondent Stefan Leifert.

von Stefan Leifert

Fronten zwischen London und Brüssel verhärtet

Einem Agenturbericht zufolge könnte Großbritannien ein umstrittenes, aber noch nicht verabschiedetes Binnenmarktgesetz ändern, um doch noch einen Deal mit der EU zu erreichen. In der derzeitigen Form würde das Gesetz der britischen Regierung die Möglichkeit geben, Teile des verbindlichen Scheidungsvertrags mit der EU außer Kraft zu setzen.

Vor den nächsten Brexit-Verhandlungen sind die Fronten zwischen der EU und Großbritannien verhärtet. Beide Seiten warfen am Wochenende erneut vor, zu wenig Kompromissbereitschaft zu zeigen.

Das Brexit-Handelsabkommen ist ein Hauptthema auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Von dem Abkommen hängen wirtschaftliche Folgen für beide Seiten ab, unter anderem für den Fischfang.

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