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Je größer die Stadt, desto besser das Angebot

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Carsharing immer beliebter - Je größer die Stadt, desto besser das Angebot

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Carsharing ist weiter auf dem Vormarsch, nicht nur in Metropolen: An 840 Orten in Deutschland gibt es Angebote. Je größer die Stadt, desto mehr. Hier ein Überblick.

Carsharing gewinnt in Deutschland vor allem in Großstädten an Bedeutung. Verkehrsexperten bezweifeln allerdings, dass mehr Anbieter automatisch zu weniger Autos auf den Straßen führen.

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Deutschland ist Carsharing-Weltmeister. In keinem anderen Land gibt es pro Einwohner so viele Angebote - und es werden immer mehr. Derzeit fahren etwa 25.400 Carsharing-Autos durch die Republik, etwa ein Viertel mehr als noch im Vorjahr, wie der Geschäftsführer des Bundesverbands Carsharing, Gunnar Nehrke, bei der Vorstellung der Carsharing-Statistik 2020 in Berlin sagte.

Nach den Zahlen des Bundesverbands ist Karlsruhe Deutschlands Carsharing-Hauptstadt: Auf 1.000 Einwohner kommen dort 3,2 Carsharing-Autos. Auf den weiteren Rängen folgen München, Hamburg und Berlin.

Immer mehr Anbieter

An 840 Orten in Deutschland stehen inzwischen Carsharing-Angebote zur Verfügung, mehr als je zuvor. Nehrke sagte bei der Vorstellung der Zahlen:

Carsharing wächst nicht nur in den Großstädten. Es ist auch in der Fläche immer stärker verbreitet.
Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Bundesverbands Carsharing

Allerdings gilt dabei nach wie vor: Je größer die Stadt, desto besser das Angebot. In so gut wie allen Großstädten gibt es Carsharing und auch in etwa der Hälfte aller mittelgroßen Städte: 200 Orte mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern haben Carsharing-Anbieter vor Ort.

In kleineren Kommunen sieht es hingegen mau aus: Nur in gut vier Prozent der Orte mit weniger als 20.000 Einwohnern gibt es überhaupt kommerzielle Anbieter von Carsharing. Auf dem Land funktioniert das Konzept Nehrke zufolge wirtschaftlich nach wie vor nicht. Häufig würden die Angebote von Kommunen mitfinanziert oder von Vereinen getragen.

Chef des Bundesverbands Carsharing fordert City-Maut

Bund und Kommunen sollten überlegen, wie sie Carsharing noch mehr fördern könnten, sagte Kerstin Haarmann, Vorsitzende des ökologisch orientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD). Die Anzahl der Pkw in Deutschland deutlich zu reduzieren, gehe nur mit Carsharing.

Nehrke sagte, er wünsche sich eine Förderung von Carsharingstationen.
Außerdem plädierte er für die Einführung einer City-Maut und höherer Gebühren für Anwohnerparken, um den klassischen individuellen Autoverkehr unattraktiver zu machen.

Die größten Carsharing-Anbieter (nach Flottengröße)
Free-floating-Anbieter Stationäre Anbieter
ShareNow stadtmobil
Sixt share cambio
We share teilAuto (Mobility Center)
Miles book-n-drive

Quelle: Bundesverband Carsharing

So funktioniert Carsharing

Anders als bei einer Autovermietung müssen sich Kunden beim Anbieter einmalig anmelden und können dann alle Fahrzeuge des Anbieters rund um die Uhr selbständig buchen. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen von Angeboten:

Beim stationsbasierten Carsharing stehen die Autos an festen Stationen, beim sogenannten "Freefloating" stehen die Autos irgendwo in der Stadt auf einem freien Parkplatz - Nutzer orten und buchen sie mit dem Smartphone und stellen den Wagen nach der Fahrt irgendwo innerhalb der Stadt wieder ab. Letztere Variante gibt es derzeit aber nur in sieben Großstädten und einigen wenigen Umlandgemeinden.

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