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FAQ

Helme für die Ukraine : Wie gut ist die Bundeswehr ausgerüstet?

Datum:

Deutschland schickt keine Soldaten in die Ukraine, auch keine Waffen. Derzeit sind Helme geplant. Stichwort Ausrüstung: Wie gut ist die Truppe ausgestattet?

Schützenpanzer vom Typ Puma
Schützenpanzer Puma: "Einsatzreife erst im Jahr 2025", so der Wehrbericht.
Quelle: Picture Alliance

In der Ostukraine nehmen die Spannungen zu. Ein dortiger Einsatz ist nicht geplant und steht außer Frage. Die Bundesregierung hat lediglich zugesagt, 5.000 Helme an die Ukraine zu schicken. Zudem werden bald 367 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 100 Fahrzeuge zusätzlich in Litauen stationiert sein.

Angesichts von Negativ-Meldungen über nicht einsatzfähige Panzer, Eurofighter oder Mängel beim Sturmgewehr G-36 stellt sich die Frage, wie einsatzbereit die Truppe ist.

Wie viele Waffensysteme und Großgeräte hat die Bundeswehr?

Wie viele Panzer, Hubschrauber und Co. im Detail einsatzbereit sind, veröffentlicht das Verteidigungsministerium nicht. In einem aktuellen Bericht des Ministeriums heißt es, von den Hauptwaffensystemen seien immerhin 77 Prozent einsatzbereit. Doch ob es sich den Zustand schön rechnet? Der Bundeswehrverband geht derzeit von maximal 50 Prozent materieller Einsatzbereitschaft aus, wie er ZDFheute mitteilte.

Der Militär-Experte Carlo Masala sagt dazu:

Die Bundeswehr ist einsatzbereiter als noch vor vier oder fünf Jahren. Sie könnte auch in allen Spektren Aufgaben übernehmen - von Unterstützungsleistungen bis zu Soldaten an der Front. Die Grenzen liegen vor allem bei Material und Ausstattung.
Carlo Masala, Professor für Internationale Politik Universität der Bundeswehr

Ab einer gewissen Anzahl könnten etwa nicht mehr genug Schutzwesten oder Nachtsichtgeräte zur Verfügung stehen, so Masala.

Sollten die 5.000 Schutzhelme für die Ukraine aus Bundeswehrbeständen kommen, könnte das ein Loch in den Bestand reißen, das dann an anderer Stelle fehlt.
Carlo Masala, Universität der Bundeswehr München
Verteidigungsministerin Lambrecht
Interview

Verteidigungsministerin - "Wir sind gut beraten, vorbereitet zu sein" 

Der Russland-Ukraine-Konflikt spitzt sich zu: Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) spricht im ZDF-Interview über Gefahren und Hilfen für die Ukraine.

Wie viele Soldatinnen und Soldaten hat die Bundeswehr?

Insgesamt sind gut 180.000 Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr - 2.256 von ihnen sind an Auslandseinsätzen beteiligt. Die meisten davon sind in Mali gebunden, wie lange noch, ist fraglich, jetzt, wo Frankreich seine Truppen abziehen will.

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Die Bundeswehr soll mehr Geld bekommen - was würde das bringen?

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) forderte vergangene Woche einen höheren Bundeswehretat, auch, um Abschreckungsmaßnahmen gegen Russland durchführen zu können. Finanzminister Christian Lindner (FDP) kann sich das vorstellen - wie viel Geld genau das sein könnte, sagte er aber nicht. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz ließ mitteilen, dass er eine Erhöhung für sinnvoll hält.

Im vergangenen Jahr lag der Verteidigungshaushalt bei knapp 47 Milliarden Euro - und damit um 2,8 Prozent höher als 2020. Allein mehr Geld bedeute aber nicht automatisch eine erhöhte Einsatzbereitschaft, so Militär-Experte Masala: "Wenn Sie der Bundeswehr nur mehr Geld geben, würde das nicht unbedingt etwas ändern. Die Frage ist: Wofür wird es ausgegeben?"

Die Zahl an Soldatinnen und Soldaten sei auch mehr als ausreichend, so Masala.

Wir verteidigen nicht mehr unser Territorium. Wir brauchen keine Masse, sondern Spezialisierungen.
Carlo Masala, Bundeswehr Universtität München

Am 15. März erscheint der nächste Bericht der Wehrbeauftragten Eva Högl, die sich für die Belange der Soldatinnen und Soldaten einsetzt. Im vergangenen Bericht kritisierte Högl das "eher niedrige Niveau" bei der Einsatzbereitschaft von Panzern und Co. Ob sich das bis dahin ändert? Eher unwahrscheinlich.

Ukraine, Donezk: Ein ukrainischer Soldat steht an der Trennlinie zu pro-russischen Rebellen in der Region Donezk. In der Ukraine-Krise haben die USA und Russland bei Gesprächen in Genf zunächst auf ihren bekannten Standpunkten beharrt.
Thema

Nachrichten & Hintergründe - Alles zum Russland-Ukraine-Konflikt 

Russland unter Wladimir Putin führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Es gibt Sanktionen gegen Moskau und Waffenlieferungen an Kiew. Aktuelle Nachrichte...

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

06.06.2023, Nowa Kachowka: man sieht einen ukrainischen Staudamm, welcher vermeindlich gesprengt wurde.

Nachrichten | heute journal update - Erst die Zerstörung, jetzt die Katastrophe 

Infolge der Staudamm-Sprengung verschlimmert sich die Situation für die Zivilbevölkerung stündlich. Tausende mussten bereits aus ihren Häusern fliehen - ihre Zukunft? Ungewiss.

08.06.2023
von A. Oster, T. Kröger
Videolänge
ZDF-Reporter Timm Kröger über die Überschwemmungen aus Cherson

Nachrichten | heute journal - Cherson: "Dort, wo das Wasser steht" 

Rettungskräfte haben viele Menschen aus ihren Häusern geholt. Aber: „Keiner weiß, wann diese Menschen in ihre Häuser zurückkehren können“, berichtet ZDF-Reporter Timm Kröger.

07.06.2023
Videolänge
Anwohner werden aus ihren Häusern mit einem Schlauchboot evakuiert

Nachrichten | heute journal - Das Wasser steigt und steigt 

Nach dem Bruch des Staudammes nördlich von Cherson in der Ostukraine steht jetzt ein ganzer Landstrich unter Wasser. Häuser wurden weggeschwemmt. Und das Wasser steigt weiter.

07.06.2023
von C. von Rechenberg / T. Kröger
Videolänge
Timm Kröger im Schaltgespräch mit Moderatorin Hahlweg

Nachrichten | heute 19:00 Uhr - "Den ganzen Tag Rettungsaktionen" 

Wie gehen die Menschen in Cherson mit der jüngsten Flutkatastrophe um? Erfahren sie nach dem Dammbruch ausreichend Hilfe? ZDF-Reporter Timm Kröger mit einer Einschätzung.

07.06.2023
Videolänge
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