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Einnahmen aus Gasumlage : Caritas: Mit Mehrwertsteuer Menschen helfen

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Mit den Mehrwertsteuer-Einnahmen aus der Gasumlage Bedürftigen helfen? Das schlägt die Caritas-Präsidentin vor. Und fordert einen Verzicht auf Strom- und Gassperren fürs Erste.

Auf einem digitalen Heizungsregler wird das Frostzeichen angezeigt und signalisiert einen abgestellten Heizkörper.
Die Caritas-Präsidentin fordert ein Moratorium für Strom- und Gassperren.
Quelle: dpa

Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa hat sich dafür ausgesprochen, mit den Mehrwertsteuer-Einnahmen aus der geplanten Gasumlage Hilfen für Bedürftige zu finanzieren. "Die Regierung prüft gerade, wie sie die Gasumlage von der Mehrwertsteuer befreien kann", sagte Welskop-Deffaa den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag.

Wer viel heize, werde dann viel Mehrwertsteuer sparen.

Besser wäre: Wer wenig Geld hat, wird bei den Heizkosten gezielt unterstützt.
Eva Maria Welskop-Deffaa

Die von der Regierung angekündigte Wohngeld-Reform als Ausgleich komme zu spät, sagte Welskop-Deffaa. Daher seien "die Mehrwehrsteuereinnahmen für eine weitere Einmalzahlung für Menschen mit wenig Geld gut zu nutzen".

Die staatliche Gas-Umlage soll Energieversorger vor der Pleite retten. Für Gaskunden wird es teuer. Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen erklärt, was auf die Verbraucher zukommt.

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Caritas-Präsidentin will Moratorium für Strom- und Gassperren

Die Gasumlage soll von Oktober an gezahlt werde, Gasimporteure können somit ihre gestiegenen Kosten weitergeben. Auf Verbraucher kommen damit deutliche Mehrkosten zu. Am Montag wird die Höhe der Umlage bekanntgegeben.

"Menschen mit kleinen Einkommen werden die Strom- und Gasrechnung schlicht nicht zahlen können", warnte Welskop-Deffaa.

Es muss deshalb geregelt werden, dass es in dieser Notlage keine Strom- und Gassperren geben wird - egal, ob die Menschen ein, zwei, drei oder vier Monate im Rückstand sind.
Eva Maria Welskop-Deffaa

Die hohe Inflation drückt den Konsum. Der Rückgang beim Umsatz mit Lebensmitteln ist vor allem den gestiegenen Preisen für geschuldet. Details zur Entwicklung der Verbraucherpreise gibt das Statistische Bundesamt heute bekannt.

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Nach ihren Angaben verzeichnet die Caritas schon vor dem Winter eine deutlich höhere Nachfrage nach Beratungen zum Thema Energie- und Mietschulden, sagte die Präsidentin des katholischen Wohlfahrtsverbandes. Das berichte ein Drittel der Beratungsstellen.

Der Staat hat bereits zwei Entlastungspakete geschnürt, um die steigenden Preise bei Energie und Lebensmitteln abzufedern. Aber inwieweit hilft das Geld? Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung kommt zu diesen Ergebnissen:

Infografik: Was bringen die Entlastungspakete?
Infografik: Was bringen die Entlastungspakete?

Caritas bietet Stromspar-Check an

Als Hilfe biete die Caritas beispielsweise einen kostenlosen "Stromspar-Check" für Menschen an, die Transferleistungen bekommen. Aktuell gibt es das Angebot nach ihren Worten bereits an 150 Standorten in Deutschland, üblicherweise kämen etwa zehn Standorte pro Förderperiode dazu.

Für die nächste Phase haben wir jetzt bereits 58 neue Bewerbungen - die Kommunen stehen Schlange, die Nerven liegen blank.
Eva Maria Welskop-Deffaa

Die Kommunen hätten großes Interesse, dass dieses Angebot ausgeweitet werde, da sie für Hartz-IV-Empfänger einen gewissen Anteil der Heizkosten übernehmen. "Wenn es nicht gelingt, die Leute zum Energiesparen zu motivieren, gehen die Kommunen finanziell in die Knie", erklärte sie.

"Ich würde empfehlen, Türen zu schließen und bestimmte Räume zu heizen", so Harald Lacher, Energieberater der Verbraucherzentrale. Wärmepumpen seien auch empfehlenswert.

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Welskop-Deffaa fordert Verlängerung von 9-Euro-Ticket

Welskop-Deffaa fordert außerdem einen Verlängerung des 9-Euro-Tickets für den Nahverkehr und kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für Menschen, die Hartz IV beziehen. "Wir setzen uns nachdrücklich dafür ein, dass für das 9-Euro-Ticket eine geeignete Nachfolgelösung kommt und dass für Hartz IV-Empfänger der Öffentliche Personennahverkehr gänzlich kostenlos ist", sagte sie.

Das müsse natürlich verbunden werden mit einem Ausbau des ÖPNV, auch im ländlichen Raum. "Fürs Erste wäre aber wichtig, dass das 9-Euro-Ticket verlängert wird." Das Ticket habe die Mobilitätswende als Thema in den Fokus gerückt, erklärte sie.

Und das war wichtig, denn wir brauchen überzeugende Konzepte bei den Mobilitätskosten, wenn wir Versorgungssicherheit, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz verbinden wollen.
Eva Maria Welskop-Deffaa

Entlastung der Verbraucher, Image-Booster für ÖPNV: Die Erwartung an das 9-Euro-Ticket war groß. Es sei ein "Riesen-Erfolg", sagt Minister Wissing. Eine Fortsetzung schloss er aus.

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Welskop-Deffaa: Krisen beeinflussen Kinder und Jugendliche langfristig

Langfristig, so befürchtet Welskop-Deffaa, würden die aktuellen Krisen negative Folgen vor allem für kleine Kinder haben. "Die Inflation, die neuen Geldsorgen, kommen in einer Situation, wo zwei Jahre Corona-Krise Kinder und Jugendliche schon erheblich psychisch belastet haben", sagte sie.

Das Eis sei dünn, so die Chefin des katholischen Wohlfahrtsverbandes. "Ich rechne damit, dass wir in einigen Jahren deutlich mehr Kinder mit Lernschwierigkeiten haben werden, weil Kinder, die jetzt in der Kita sind, so viel Durcheinander, so viel Belastung erlebt haben."

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