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Chinesischer Tiktok-Konkurrent - Hit oder Blase? Kuaishou startet an der Börse

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Erfolgreicher Börsengang in Hongkong: Schon am ersten Handelstag rissen sich Investoren um die chinesische Video-App Kuaishou. Kritiker warnen vor einer Blase am Aktienmarkt.

Plakat von Kuaishou
Legte einen fulminanten Börsenstart hin: Tiktok-Konkurrent Kuaishou
Quelle: epa

Der Börsengang der chinesischen Video-App Kuaishou hat in Hongkong einen Ansturm auf die Aktien des Unternehmens ausgelöst. Bis zur Mittagszeit am Freitag kletterten die Papiere des Börsenneulings von 115 auf 307 Hongkong-Dollar, ein Plus von mehr als 167 Prozent. Der Marktwert der Firma lag damit bei etwa 110 Milliarden Euro. 

Nach Kuaishou-Handelsstart: Kurs verdreifacht

Unmittelbar nach dem Handelsstart hatte sich der Kurs sogar fast verdreifacht. In der Zeichnungsfrist vor dem ersten Handelstag hatte das Pekinger Unternehmen bei Anlegern umgerechnet 4,5 Milliarden Euro eingenommen, womit es nach Berechnungen der Finanzagentur Bloomberg der größte Tech-Börsengang seit dem Fahrdienst-Vermittler Uber im Mai 2019 ist.

Kuaishou, was wörtlich übersetzt soviel bedeutet wie "schnelle Hand", ist in China der größte Konkurrent der chinesischen Video-App Douyin, die im Westen unter dem Namen Tiktok firmiert. Über die App, die nach eigenen Angaben mehr als 300 Millionen aktive Nutzer hat, können kurze Videos oder Live-Streams selbst erstellt und mit anderen Nutzern geteilt werden.

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Skepsis auch in China

Der erfolgreiche Börsengang löste unter Beobachtern in Hongkong jedoch auch Skepsis aus. "Das Gerangel um Kuaishou-Aktien unterstreicht die Jagd nach Rendite unter Anlegern in einer Ära billigen Geldes, das von den globalen Zentralbanken zur Bekämpfung des vom Coronavirus verursachten wirtschaftlichen Einbruchs entfesselt wurde", schrieb die Hongkonger Zeitung South China Morning Post.

Wie das Blatt berichtete, hatten Investoren in der Zeichnungsfrist 1.200 Mal mehr Aktien nachgefragt, als zur Verfügung standen. Der größte Umsatzbringer von Kuaishou sind digitale Geschenke, die Zuschauer den Machern der Live-Videos senden können. Eine animierte Blume kostet umgerechnet nur wenige Cent. Teurere Geschenke können mitunter mehrere Hundert Euro kosten. Kuaishou und die Anbieter der Videos teilen die Einnahmen auf. 

Eigener Online-Shop mit Kuaishou-Produkten

Neben Werbung setzt Kuaishou auch auf einen eigenen Online-Shop, wo Produkte gekauft werden können, die Live-Streamer in ihren Videos anpreisen. Obwohl das Geschäft von Kuaishou in den letzten Jahren schnell wuchs, hat das Startup mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen. So könnten verschärfte Regeln für Streaming-Dienste in China zu einer Belastung werden.

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Nur Tage vor dem Börsengang trat zudem die chinesische Urheberrechts-Organisation CAVCA auf den Plan, die Kuaishou beschuldigt, zahlreiche Nutzer hätten Musik-Urheberrechte in ihren Videos verletzt. Gleichzeitig kämpft Kuaishou mit Marktführer Douyin und anderen Anbietern erbittert um Marktanteile, was dem Konzern zuletzt hohe Verluste einbrachte.

Die Expansion im Ausland gestaltete sich für die Chinesen derweil holprig, auch, weil die Skepsis und Sicherheitsbedenken ausländischer Regierungen gegenüber chinesischen Apps zunehmen. 

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