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Technologiekompetenz in Europa - Infineon-Chef: Abhängigkeit bei Chips senken

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Europa brauche eine "digitale Gesamtinfrastruktur", sagt Infineon-Vorstandschef Ploss. Die Technologiekompetenz müsse gestärkt werden - auch um Klimaziele zu erreichen.

Infineon-Vorstandschef Reinhard Ploss hat Pläne der EU-Kommission für eine europäische Chip-Fabrik unterstützt. Lieferengpässe hätten die Abhängigkeit von Asien unterstrichen.

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Der Vorstandschef des Halbleiter-Herstellers Infineon, Reinhard Ploss, begrüßt die Pläne der EU-Kommission, eine europäische Chip-Fabrik hochzuziehen. Die Lieferengpässe während der Corona-Pandemie hätten jedem gezeigt, wie abhängig man bei den Computerchips von Asien sei, sagte Ploss im Interview der Woche des Deutschlandfunks.

Grundsätzlich gebe es im Bereich der Computerkommunikation "viele Abhängigkeiten von den asiatischen Herstellern". Es gelte, eine "fast schon verlorene Industrie, wenn wir es mal auf das Thema Computer und Kern-Digitales zusammenfassen, wiederzugewinnen".

Ploss: Technologiekompetenz wichtig für Klimaziele

Ohne diese Technologiekompetenz werde Europa bei dem, "was wir heute sehr gut können, sei es im Industriesektor, sei es Umweltschutz, sei es auch Automobil, werden wir hier schwächer werden". Das könne man sich nicht erlauben, so Ploss, etwa im Hinblick auf den Klimaschutz:

Wir können unsere Ziele, jetzt auch die ganz herausragenden Ziele, die sich die Politik beim CO2 gesetzt hat, nur unter Unterstützung von einer digitalen Gesamtinfrastruktur und Architektur machen.
Infineon-Vorstandschef Reinhard Ploss

Die Produktion von Computerchips könne dabei ein Baustein sein: "Ich halte es auch für sinnvoll, darüber nachzudenken, eine Autonomie in diesem Thema der Chip-Fertigungen zu haben", so Ploss. "Im globalen Kontext ist es ein kleiner Schritt und ein Schritt, der einen langen Weg charakterisieren sollte."

Das Interview der Woche in voller Länge und auch zum Nachlesen beim Deutschlandfunk.

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von Brigitte Scholtes
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