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Halbleiter-Mangel - Intel fordert Hilfen für Chip-Produktion

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Die Deutschlandchefin von Intel hat sich für staatliche Hilfen für die Halbleiterproduktion ausgesprochen. Chips sind im Moment so begehrt, dass die Produktion nicht ausreicht.

Halbleiter
Aufgrund der hohen Nachfrage nach Halbleitern kommt die Chip-Produktion aktuell nicht hinterher.
Quelle: Pixabay

Christin Eisenschmid, Geschäftsführerin von Intel Deutschland, hat in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gewarnt, dass der aktuelle Mangel an Computerchips noch lange andauern werde.

Die Nachfrage danach sei in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Pandemie angestiegen - was man nicht vorhersehen konnte. Sie gehe deshalb davon aus,"dass diese Nachfrage über Jahre anhalten wird".

Corona-Pandemie hat zu Engpässen geführt

"Alle Lebensbereiche werden weiter digitalisiert, ein Beispiel ist das autonome Fahren. Die Pandemie hat zudem Engpässe generiert - etwa bei Geräten, die fürs Arbeiten im Homeoffice benötigt werden. Diese Engpässe lassen sich auf die Schnelle nicht beseitigen", sagte die Managerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Bis sich auf der einen Seite die Nachfrage normalisiert und auf der anderen Seite die Lieferketten sich auf den generell höheren Bedarf einstellen, wird es noch weit bis ins nächste Jahr hinein dauern.
Christin Eisenschmid, Geschäftsführerin von Intel Deutschland

Aufgrund des Mangels mussten sogar viele Werke in der Autoindustrie in Kurzarbeit.

Intel-Chefin fordert staatliche Hilfen für Chip-Produktion

Für den Ausbau der Halbleiter-Fertigung in Europa forderte die Intel-Chefin hohe staatliche Subventionen. "Es sollte ein günstiges Umfeld geschaffen werden, das es den Chipherstellern ermöglicht, mit einer Fertigung in Europa wettbewerbsfähig zu sein." Der Grund: "Der Bau einer Chipfabrik ist extrem teuer."

Wenn die Europäische Union Geld dafür ausgeben würde, dann müsse sie laut Eisenschmid auch sicherstellen, dass auch in Europa produziert und der Bedarf auf dem Kontinent gedeckt wird.

Intel selbst betreibt schon eine Chipfabrik in Irland, plant einen weiteren Standort in Europa und erwartet dafür eine Förderung in Milliardenhöhe. Hoffnungen auf eine Ansiedlung macht sich Bayern.

Besonders die Wirtschaft leidet unter der Corona-Pandemie. In der IT-Branche hingegen wächst der Umsatz vor allem in Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung.

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Halbleiter-Produktion in Asien deutlich günstiger

Derzeit könne in Asien um 40 Prozent billiger als in Europa produziert werden. "Der größte Teil davon kommt aus den massiven staatlichen Subventionen in Asien. Dies gehört dort seit vielen Jahren zur Industriestrategie der Regierungen. Eine ähnliche Förderpolitik ist auch maßgeblich, um in Europa mehr Halbleiter zu fertigen", betonte Eisenschmid.

Die Chip-Industrie ist aus Kostengründen fast vollständig nach Asien abgewandert. Autobauer und andere Industriekonzerne ächzen derzeit unter der Halbleiter-Knappheit, die den erhofften Aufschwung nach der Corona-Pandemie zu bremsen droht.

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