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Emmissionshandel : CO2-Preis: Heizen und Tanken werden teurer

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Von heute an müssen auch für das Autofahren und Heizen sogenannte Verschmutzungsrechte gekauft werden. Noch ist unklar, wie viel mehr Verbaucher zahlen sollen.

Mit dem 1. Januar 2021 ist der Emissionshandel in Deutschland in eine neue Phase getreten: Auch fürs Autofahren und Heizen müssen jetzt Verschmutzungsrechte erworben werden.

  • Der CO2-Preis verteuert den Liter Diesel und Heizöl nach Berechnungen der Emissionshandelsstelle ohne die Mehrwertsteuer im ersten Jahr um sieben Cent pro Liter.
  • Bis 2025 steigt der Aufschlag auf 15 Cent.
  • Bei Superbenzin sind es anfangs sechs Cent,
  • bei Gas zum Heizen 0,5 Cent je Kilowattstunde.

Erwerben müssen die Zertifikate die sogenannten Inverkehrbringer, also etwa Gaslieferanten oder Minerölunternhemen. So erklärt der Leiter der Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt, Jürgen Landgrebe, das Prinzip. Und:

Wir gehen aber davon aus, dass die zusätzlichen Kosten 1:1 an die Kunden weitergereicht werden. Das sorgt für den gewünschten finanziellen Anreiz zur Emissionsminderung.
Jürgen Landgrebe, Umweltbundesamt

Und so sind die Preise gestaffelt:

  • Im Jahr 2021 kostet ein Zertifikat 25 Euro,
  • bis zum Jahr 2025 steigt der Preis dann schrittweise auf 55 Euro.

In den ersten vier Jahren rechnet die Bundesregierung nach Landgrebes Angaben mit Einnahmen von 40 Milliarden Euro. Das Geld soll vor allem für eine Entlastung der Bürger bei den Strompreisen eingesetzt werden.

Am Emmissionshandel verdient Deutschland gutes Geld

Der deutsche Staat hat im Jahr 2020 knapp 2,7 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid eingenommen. Das sind etwa eine halbe Milliarde Euro weniger als 2019. Das Umweltbundesamt ist mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. Mit dem Geld werden Maßnahmen der Energiewende finanziert.

Und so funktioniert der Emmissionshandel:

  1. Kraftwerke und andere Industrieanlagen benötigen Berechtigungen für den Ausstoß vonm CO2
  2. pro Tonne ausgestoßenem CO2 müssen sie ein Zertifikat bei der Emissionshandelsstelle abgeben.
  3. Erwerben können sie die sogenannten Verschmutzungsrechte unter anderem bei Versteigerungen an der Energiebörse in Leipzig.

Dort sind die Preise in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Kostete ein Zertifikat anfangs weniger als 10 Euro, so wurden 2020 im Jahresdurchschnitt fast 25 Euro fällig. Viele Marktbeobachter rechneten für die kommenden Jahre mit einem weiteren Preisanstieg.

Ablesbar ist die Wirkung der steigenden CO2-Preise an der Stromerzeugung: Nur noch knapp ein Viertel des deutschen Stroms wurde 2020 mit Kohle produziert. Der CO2-Preis habe viele Kraftwerke unrentabel gemacht, sagt Patrick Graichen, Direktor des Energie-Thinktanks Agora Energiewende. Neben der erneuerbaren Energien verdrängen auch Gaskraftwerke die Kohle aus dem Strommarkt, weil sie deutlich weniger Treibhausgas ausstoßen und deshalb billiger produzieren können.

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