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Auslandsgeschäft - Commerzbank schnallt den Gürtel (noch) enger

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Die Commerzbank setzt wieder den Rotstift an. Deutschlands zweitgrößte Privatbank hat bekannt gegeben, 15 Standorte im Ausland aufzugeben. Die Rosskur geht weiter.

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt. Symbolbild
Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Nur gut einen Monat ist es her, dass die Commerzbank veröffentlichte, künftig 10.000 Jobs streichen zu wollen. Rund 340 Bankfilialen sollen geschlossen werden. Doch damit nicht genug. Nach einem intern veröffentlichten Papier kam heute auch für die Öffentlichkeit ans Licht: Die Commerzbank wird künftig auch im Ausland kräftig sparen.

Der Vorstand der Commerzbank hat eine Strategie vorgestellt, um den zuletzt massiven Verlusten in Milliardenhöhe entgegenzuwirken. ZDF-Börsenexperte Frank Bethman hat Details.

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So sollen im Zuge des Umbaus des Firmenkundengeschäfts die Standorte Luxemburg, Ungarn, Hongkong sowie Barcelona, Brüssel, Bratislava, Aserbaidschan, Georgien, Indonesien, Irak, Kasachstan, Libanon, Malaysia, Serbien und Venezuela geschlossen werden. Verkleinern will die Commerzbank auch das Netz sogenannter Korrespondenzbanken: Künftig will sie auf internationaler Ebene nur noch mit etwa 1.300 statt mit 1.600 Instituten zusammenarbeiten.

Commerzbank muss profitabler werden

"Die neue Strategie schafft die Voraussetzung für eine nachhaltig profitable Commerzbank" hieß es vor kurzem seitens des Vorstandschef Manfred Knof. Der radikale Umbau der Bank geht weiter und mit ihm der massive Stellenabbau.

Wie viele Jobs durch den Rückzug aus verschiedenen Außenstellen der Bank wegfallen, ist bisher aus Bankkreisen noch nicht veröffentlicht worden. Aber die nächsten drei Jahre dürften noch weitere Einsparungen folgen. Noch 2015 standen die Zeichen beim Auslandsgeschäft auf Expansion. Doch davon ist nun keine Rede mehr. Die Zeiten für Banken sind hart.

Geld verdienen wird für Banken schwieriger

Im vergangenen Jahr schlug ein Milliardenverlust bei der Commerzbank zu Buche. Für Geldhäuser wird es in Corona-Pandemie-Zeiten und bei andauernden Niedrigzinsen immer schwieriger Geld zu verdienen.

Hinzu kommt der Strukturwandel mit immer mehr Fintechs, die auf den Markt drängen und das herkömmliche Bankgeschäft nicht nur ordentlich durcheinander wirbeln sondern großen, alt eingesessenen Geldhäusern zunehmend das Leben schwer machen.

Bezahlen im Internet, Überweisungen, Kredite - während die großen Banken nach der Finanzkrise noch immer ihre Wunden lecken, krempeln sogenannte FinTechs mit neuen Ideen die Finanzbranche um.

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Commerzbank will neue Wege gehen

Künftig will sich die Commerzbank mehr aufs Privatkundengeschäft konzentrieren. Der einstige Dax-Konzern, der schon lange nicht mehr in der ersten Börsenliga mitspielt, ist finanziell immer noch nicht auf den grünen Zweig gekommen.

Dafür will die Bank nun grüner - sprich nachhaltiger - werden und sich mehr aufs Privatkundengeschäft konzentrieren. Dem erst dieses Jahr angetretenen Chef, Manfred Knof, ist Profitabilität wichtiger als Expansion.

Man darf gespannt sein, mit welchen Einschnitten der weitere Kurs der Bank dann einhergeht. Spätestens auf der Hauptversammlung am 5. Mai dürften Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden dazu näheres erfahren.

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