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Airlines hoffen auf Comeback - EU-Bürger dürfen wieder in die USA fliegen

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Nach 20 Monaten Einreise-Stopp dürfen geimpfte EU-Bürger wieder in die USA fliegen. Erste Maschine sind gestartet. Für Flughäfen und Airlines hängt vieles an diesem Markt.

EU-Bürger dürften nach 20 Monaten Einreisestopp wieder in die USA reisen. In Frankfurt ist am Morgen bereits die erste Maschine gestartet, was viele sehnlichst erwartet haben.

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Das coronabedingte US-Einreiseverbot für Europäer ist seit dem heutigen Montag aufgehoben - damit schlägt auch die Stunde der Wahrheit für den europäischen Luftverkehr.

Mit der nach 20 Monaten wieder erlaubten Einreise für vollständig geimpfte und zusätzlich getestete EU-Passagiere soll die seit März 2020 andauernde Corona-Flaute enden.

Die Airlines berichten von starken Vorausbuchungen und hoffen auf einen enormen Nachholbedarf bei Geschäftsreisenden wie auch bei Privatleuten.

USA: Flughäfen sind auf Europäer vorbereitet

In den USA haben sich Flughäfen und Tourismuswirtschaft auf die Rückkehr der europäischen Gäste vorbereitet. Die Bedeutung des Nordatlantik-Marktes ist für die Lufthansa und die anderen europäischen Betreiber von Flughafen-Drehkreuzen wie Air France-KLM und British Airways kaum zu überschätzen.

Die großen Drei haben sich in der Vergangenheit den Markt zu einem sehr großen Teil gemeinsam mit ihren jeweiligen Joint-Venture-Partnern aus den USA aufgeteilt. Lufthansa beispielsweise kooperiert mit United und Air Canada und macht in normalen Zeiten rund die Hälfte ihres Langstreckengeschäfts über dem Atlantik.

Die Lufthansa fliegt im dritten Quartal den ersten operativen Gewinn seit Beginn der Corona-Krise ein. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann berichtet:

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Fluggesellschaften rechnen mit Vollauslastung

Lufthansa hatte ihre US-Flüge im ersten Corona-Schock nur kurzfristig unterbrochen. US-Bürger, Diplomaten, Türken, Araber und Menschen anderer Nationen fielen nicht (mehr) unter den noch von Donald Trump verkündeten Einreise-Bann, zusätzlich sorgte die teure Fracht für Deckungsbeiträge.

Wenn nun die EU-Bürger hinzukommen, schnellen die Buchungen auf gut 80 Prozent des Vorkrisen-Niveaus, davon geht die Lufthansa aus. Die US-Fluggesellschaft Delta berichtet von voll ausgelasteten internationalen Flügen in die USA am Montag. Auch in den darauffolgenden Wochen werde es ein anhaltend hohes Passagieraufkommen geben.

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von Nils Metzger

Flüge in die USA größter Absatzmarkt für Lufthansa

Im Vorkrisenjahr 2019 beförderten die Netzwerk-Airlines der Lufthansa gut 12,3 Millionen Passagiere im Verkehrsgebiet Amerika. Die Erlöse betrugen 7,1 Milliarden Euro, ein Drittel des gesamten Verkehrsumsatzes. Nirgendwo verkaufte der Konzern mehr Sitzkilometer (95 Milliarden) bei einer gleichzeitig sehr hohen Auslastung der Flugzeuge von 85,5 Prozent.

Den ersten Start des Tages in die USA hat Singapore Airlines um 8.20 Uhr absolviert. Die Boeing 777 mit 264 Sitzplätzen ist nahezu komplett ausgelastet Richtung New York gestartet. Die erste Lufthansa-Maschine, eine Boeing 747-8, ist um 09.50 Uhr Richtung Miami abgehoben. Im Trend lägen Florida und Honolulu, sagt Condor-Sprecherin Magdalena Hauser, die ein großes US-Programm für den Sommer 2022 ankündigt.

Vom größten deutschen Flughafen in Frankfurt sollte am Vormittag eine ganze Flotte von Passagierflugzeugen über den Atlantik fliegen. Laut Flugplan wurden bis zum Mittag 19 Direktflüge in die USA angeboten, von denen allein die Lufthansa zwölf bestreitet. Auch aus München werden im Laufe des Tages mehrere Ziele in Nordamerika angeflogen.

Ticketpreise bleiben hoch

Zugleich könnten sich die Airlines aus verschiedenen Gründen zurückhalten, ihr Angebot schnell wieder zu erweitern. So fehle es an einsatzbereiten Jets und Crews, sagt Airborne-Berater Wissel. Er erwarte daher, dass sich die Gesellschaften auf beiden Seiten des Atlantiks zunächst belauern und im Zweifel kleinere Flugzeuge einsetzen, die einfacher gefüllt werden können.

Die Ticketpreise blieben dann zunächst eher hoch. Allerdings dürfen die Airlines dabei besonders bei den Passagieren zwischen Asien und Nordamerika nicht den Wettbewerb im Nahen Osten und der Türkei aus den Augen verlieren, raten Experten.

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