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Zweifel an Impfstoff-Studie : Astrazeneca will mit US-Behörden kooperieren

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Sind in die Astrazeneca-Studie veraltete Daten eingeflossen? US-Experten vermutet dies - nun kündigte Astrazeneca eine sofortige Zusammenarbeit mit dem Überwachungsgremium an.

Ein Fläschchen des Astrazeneca-Impfstoffs. Symbolbild
Astrazeneca soll nun die Wirksamkeitsdaten des Vakzins mit dem Data und Safety Monitoring Board überprüfen.
Quelle: Daniel Karmann/dpa

Nach den Bedenken von US-Experten zu Studiendaten kündigt Astrazeneca eine sofortige Zusammenarbeit mit dem zuständigen Überwachungsgremium an. Man wolle innerhalb von 48 Stunden eine erste Analyse der jüngsten Daten vorlegen, heißt es in einer Erklärung. Die gestern veröffentlichten Daten stammten aus einer Zwischenanalyse, die die bis zum 17. Februar vorliegenden Daten berücksichtigt habe.

Behörde äußert Bedenken an Studiendaten

Die US-Behörden hatten zuvor Bedenken an den am Montag präsentierten Studiendaten zum Impfstoff von Astrazeneca und der Universität Oxford geäußert. Das vom US-Seuchenexperten Anthony Fauci geführte Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) erklärt, die Zusammenfassung der Wirksamkeitsangaben sei womöglich nicht vollständig. Darauf habe die Expertengruppe DSMB (Data Safety Monitoring Board) hingewiesen.

Das Unternehmen müsse nun mit dem Gremium zusammenarbeiten und die Daten überprüfen. Es müsse sichergestellt werden, so schnell wie möglich den präzisesten und aktuellsten Datensatz zur Wirksamkeit zu erhalten. Frühere Untersuchungen, die ebenfalls für eine gute Wirksamkeit des Präparats sprechen, zweifelt die NIAID nicht an.

Studie: Impfung schützt zu 79 Prozent vor Infektion

Astrazeneca hatte am Montag das Ergebnis einer Phase-III-Studie in den USA bekanntgegeben. Demzufolge schützt die Impfung zu 79 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen und zu hundert Prozent vor einem schweren Krankheitsverlauf, der einen Krankenhausaufenthalt erforderlich macht.

An der Studie nahmen den Angaben zufolge 32.449 Probanden teil, von denen zwei Drittel geimpft wurden. Rund 20 Prozent der Teilnehmer waren 65 Jahre oder älter und rund 60 Prozent hatten Vorerkrankungen wie Diabetes, die das Risiko eines schweren Verlaufs einer Covid-19-Erkrankung erhöhen. Ein erhöhtes Thrombose-Risiko wurde bei den 21.583 Probanden, die mindestens eine Impfdosis erhielten, nicht festgestellt.

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