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Erstes Quartal 2021 - Deutsche Wirtschaft wegen Corona eingebrochen

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Der Corona-Shutdown hat die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal mehr als erwartet schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Containerterminal im Hamburger Hafen.
Quelle: picture alliance / Christian Charisius/dpa/Archivbild

Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn ausgebremst. Nach zwei Vierteljahren mit teils kräftigem Wachstum schrumpfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 wieder - und zwar um 1,7 Prozent zum Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mit.

Im Schlussquartal 2020 hatte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach neuesten Berechnungen noch um 0,5 Prozent zugelegt, im dritten Quartal 2020 sogar um 8,7 Prozent. Vorangegangen war ein historischer Konjunkturabsturz in Folge der Corona-Krise.

Auslaufen der Mehrwertsteuer-Senkung drückt BIP

Die erneuten Einschränkungen im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus belasten seit Beginn des neuen Jahres viele Branchen, vor allem Dienstleister. Gastronomen und Hoteliers beispielsweise kämpfen mit Umsatzeinbußen. Branchenverbände warnen vor einer Pleitewelle.

Der Shutdown bremste auch den privaten Konsum, der normalerweise eine verlässliche Stütze der heimischen Konjunktur ist. Volle Fußgängerzonen und Einkaufszentren gibt es seit Monaten nicht.

Zum Ende des Jahres endet auch die wegen der Corona-Pandemie beschlossene, befristete Senkung der Mehrwertsteuer. Hat die Mehrwertsteuersenkung ihren Zweck erfüllt?

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Dämpfend wirkte Anfang 2021 zudem das Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung zum Jahreswechsel: Verbraucher hatten wegen der niedrigeren Steuersätze Anschaffungen auf das zweite Halbjahr 2020 vorgezogen. Diese Käufe fehlen nun in der Konsumstatistik der ersten drei Monate des laufenden Jahres.

Experten erwarten zukünftiges Wachstum

In der Industrie sind die Auftragsbücher noch gut gefüllt, die Exporte stiegen im Februar den zehnten Monat in Folge und nähern sich dem Vorkrisenniveau. In wichtigen Auslandsmärkten wie China und den USA zog die Nachfrage nach Waren "Made in Germany" zuletzt an.

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Knapp vier Millionen Menschen arbeiten hierzulande zu Niedriglöhnen. Zuletzt waren das fast 20 Prozent der Vollbeschäftigten. Besonders stark betroffen: Menschen im Friseurberuf.

Volkswirte gehen davon aus, dass Europas größte Volkswirtschaft vom zweiten Quartal an wieder auf Wachstumskurs zurückkehren wird. Wenn immer mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder zurückgefahren werden, sollte auch der private Konsum im Inland wieder zulegen.

Altmeier: Spätestens 2022 wieder "alte Stärke erreicht"

Die Bundesregierung rechnet in ihrer gerade angehobenen Prognose für das Gesamtjahr mit 3,5 Prozent Wachstum der deutschen Wirtschaft. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung um 4,9 Prozent eingebrochen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier:

Dieses Jahr ist das Jahr, in dem wir die Trendwende endgültig schaffen.
Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister

"Wir werden den Wirtschaftseinbruch nicht nur stoppen, sondern wir werden ihn umkehren. Wir haben spätestens 2022 wieder die alte Stärke erreicht", so Altmeier.

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