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Corona setzt ÖPNV zu - Busse und Bahnen so leer wie nie

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Die Pandemie setzt dem öffentlichen Nahverkehr zu: Im Jahresschnitt ist die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen um 40 Prozent zurückgegangen.

Leere Züge, wenig Flugverkehr: Viele bleiben über die Weihnachtsfeiertage zu Hause oder fahren, wenn überhaupt, mit dem Auto zur entfernt wohnenden Familie.

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Jahrelang sind die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen stetig gestiegen - in diesem Jahr aber hat die Corona-Krise einen historischen Einbruch gebracht. Im Jahresdurchschnitt habe es nur noch 40 Prozent der üblichen Nachfrage gegeben, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen mit.

Busse und Bahnen waren damit so leer wie nie seit der Wiedervereinigung, zumal das Angebot nahezu komplett aufrechterhalten wurde.

Verband: Einnahmen drastisch eingebrochen

"Die Corona-Pandemie hat im ÖPNV tiefe Spuren hinterlassen", sagte Verbandspräsident Ingo Wortmann. Sowohl die Fahrgastzahlen als auch die Einnahmen seien eingebrochen.

22 Jahre lang waren die Fahrgastzahlen stetig gestiegen. Immer mehr Erwerbstätige und immer mehr Einwohner in Großstädten brachten Busse und Bahnen mancherorts an die Kapazitätsgrenze. 10,4 Milliarden Kundenfahrten waren es 2019. Und weil mehr Bus- und Bahnfahren als ein Weg zu mehr Klimaschutz gilt, sollen eigentlich bis 2030 noch einmal drei Milliarden hinzu kommen - so das Ziel der Betreiber.

Unternehmen hoffen auf Rückkehr zu alten Zahlen

Die Unternehmen haben Hoffnung, dass die Fahrgäste zurückkehren, wenn die Infektionszahlen sinken. Denn im August und September hatte die Nachfrage wieder 80 Prozent des Üblichen erreicht - davor und danach sackte sie zwischenzeitlich auf 20 bis 30 Prozent ab, wegen Ausgangsbeschränkungen, Schulschließungen und Kurzarbeit. Hinzu kam, dass mehr Menschen im Homeoffice arbeiteten, Touristen ausblieben und Großveranstaltungen ausfielen.

Durch Corona bleiben die Spitzeneinnahmen bei der Deutschen Bahn zur Jahresend-Saison über Weihnachten und Silvester aus. Fahren müssen die Züge aber trotzdem.

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"Unser Ziel ist es natürlich, alle Fahrgäste schnellstmöglich zurückzugewinnen, um die Verkehrswende voranzubringen und die wirtschaftliche Situation der Branche zu verbessern", sagte Wortmann. Denn trotz staatlicher Hilfen sind die Unternehmen darauf angewiesen, Fahrkarten zu verkaufen.

13,3 Milliarden Einnahmen aus Fahrkarten im Jahr 2019

Diese wurden in diesem Jahr nur noch geringfügig teurer. Im Schnitt lag der Aufschlag laut Verband bei 1,3 Prozent - nach 1,75 Prozent im Vorjahr. Die Erhöhungen waren in der Regel schon vor der Krise beschlossen worden, mancherorts wurden sie noch verschoben.

Weil Abstand halten in Bus und Bahn oft schwierig ist, stellt das Mieten von Autos in Corona-Zeiten für viele eine gute Alternative dar. Davon profitiert jetzt die Branche.

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Ein Einzelticket kostet nun im bundesweiten Durchschnitt 2,70 Euro (plus 0,27 Prozent), ein Monatsticket 55,20 Euro (plus 1,38 Prozent). Fahrkarten seien eine wichtige Säule der Finanzierung und für den Angebotsausbau, so Wortmann. "Jeder Euro, den die Unternehmen daraus erwirtschaften, wird direkt wieder in den Betrieb und ins Angebot investiert."

Im vergangenen Jahr waren noch 13,3 Milliarden Euro an Fahrgeld-Einnahmen zusammengekommen. Gut 9,4 Milliarden Euro kamen zusätzlich von der öffentlichen Hand.

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