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Abholung im Einzelhandel - Wo ist "Click and Collect" erlaubt?

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Der Shutdown macht den Einzelhandelhandel kreativ: Viele bieten ihre Waren jetzt online oder zur telefonischen Bestellung an - zur Abholung. Doch das ist nicht überall erlaubt.

In Zeiten des Shutdowns zeigt sich der Einzelhandel vielerorts erfinderisch: Nach dem Motto "Click and Collect“ können Kunden ihre Ware online bestellen und im Geschäft abholen. Doch nicht überall ist dieser vielversprechende Weg auch umsetzbar.

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Angesichts der zuletzt drastisch gestiegenen Infektionszahlen haben Bund und Länder Deutschland einen strengen Shutdown verordnet, vorerst bis einschließlich zum 10. Januar 2021. Weite Teile des Einzelhandels bleiben zu. Viele Einzelhandelsgeschäfte bieten ihre Waren deshalb auch online für Selbstabholer an - "Click and Collect" nennt sich das Konzept.

Beispiel Douglas: "Trotz Lockdown: Abholen in der Filiale", wirbt die Parfümeriekette auf ihrer Homepage. Und auch Galeria Karstadt Kaufhof verspricht "Weihachtsgeschenke bis zum Schluss". Beide Händler bieten ihren Kunden an, noch kurzfristig Ware online zu reservieren und dann kontaktlos an den Abholstationen in den Filialen entgegenzunehmen.

Und sie sind damit nicht allein: Auch viele Baumärkte nutzen dieses Konzept um vor Weihnachten noch etwas Umsatz machen zu können.

Doch ob die Selbstabholung von Bestellungen vor Ort erlaubt ist, regelt jedes Bundesland individuell - Infektionsschutz ist schließlich Ländersache. Ein Überblick:

Online bestellen, vor Ort abholen: Diese Regelungen gelten in den Bundesländern

Bayern

In Bayern darf der Einzelhandel im Lockdown keine Abholdienste für Waren anbieten. Das geht aus einer Verordnung des Freistaates hervor. Lieferungen sind jedoch zulässig.

Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg hat die Landesregierung Abholangebote im Handel während des Corona-Lockdowns bis 10. Januar verboten. Damit sollen lange Schlangen vor den Geschäften und damit zusätzliche Kontakte vermeiden werden, so die Landesregierung. Eine Sonderregelung gibt es für Baumärkte, Verkaufsstätten für Baustoffe und Gartenbaubedarf sowie den Landhandel - diese werden zwar für den Publikumsverkehr geschlossen, dürfen aber gewerbliche Kunden und Landwirte beliefern, sofern dies für deren ausgeübte Tätigkeit erforderlich ist. Die ganze Verordnung finden Sie hier.

Sachsen

In Sachsen ist die Abholung bestellter Waren in Geschäften ausrücklich untersagt. Die Lieferung von Ware an den Kunden ist aber erlaubt.

Was im Shutdown ab 16.12.2020 geöffnet bleibt

Wo "Click and Collect" möglich ist:

Berlin

In Berlin ist "Click and Collect" möglich, Lieferung von Ware ebenfalls. Die Regierung hat nur verfügt, dass "Verkaufsstellen" im Sinne des Berliner Ladenöffnungsgesetzes geschlossen werden müssen. So kann zum Beispiel in Baumärkten und Kaufhäusern telefonisch oder online bestellt und die Ware dann abgeholt werden. Im KaDeWe ist so auch die Feinschmecker-Etage geöffnet.

Brandenburg

In Brandenburg sind die regeln ähnlich wie in Berlin: "Click und Collect" ist möglich, Lieferung von Ware ebenfalls. Der Großhandel ist auch hier weiter für seine Kunden zugänglich, da das Verbot der Öffnung ausschließlich auf den Einzelhandel zielt. Die genaue Verordnung gibt es hier.

Bremen

Bremen erlaubt ausdrücklich die Abholung von vorher bestellten Waren in Geschäften. Die Abholung bestellter Waren durch Kundinnen und Kunden ist jedoch nur zulässig, wenn die Kundinnen und Kunden hierzu geschlossene Räume nur einzeln betreten oder die Ausgabe außerhalb geschlossener Räume erfolgt.

Hamburg

Auch Hamburg erlaubt Verkauf und Abholung. Bestellungen sind telefonisch oder online möglich. Erlaubt ist das aber nur bei kontaktloser Übergabe außerhalb der Geschäftsräume unter Wahrung der sonstigen Abstandsregeln.

Hessen

In Hessen dürfen geschlossene Geschäfte Abhol- und Lieferdienste ausdrücklich anbieten.

Mecklenburg-Vorpommern

Auch Mecklenburg-Vorpommern gestattet ausdrücklich den Verkauf mittels Abhol- und Lieferdiensten für geschlossene Verkaufsstellen. Bei der Abholung müssen die Hygieneregeln beachtet werden, die auch in Supermärkten gelten.

Niedersachsen

In Niedersachsen ist Abholung und Lieferung "jeglicher Waren" erlaubt. Dieser Zusatz ist wichtig, da Geschäfte mit gemischtem Sortiment, nicht-essentielle Waren nicht anbieten dürfen. Voraussetzung ist auch hier eine kontaktlose Übergabe außerhalb der Geschäftsräume.

Nordrhein-Westfalen

So sieht es auch in NRW aus: Zulässig ist der Versandhandel und die Auslieferung bestellter Waren; die Abholung durch Kunden ist aber nur zulässig, wenn sie unter Beachtung von Schutzmaßnahmen vor Infektionen kontaktfrei erfolgen kann.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz sind Abhol-, Liefer- und Bringdienste nach vorheriger Bestellung zulässig.

Saarland

Die Verordnung im Saarland sieht keine genau Regelung für "Click and Collect"-Angebote vor: "Abhol- und Lieferdienste" sind weiterhin erlaubt.

Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt gibt es keine explizite Regelung für "Click and Collect"-Angebote. "Abhol- und Lieferdienste" sind laut der Landesverordnung weiterhin erlaubt.

Schleswig-Holstein

Ähnlich wie Hamburg erlaubt auch Schleswig-Holstein die Abholung bestellter Waren in Geschäften. Wichtig ist, das die Ware zuvor verbindlich gekauft wurde. In diesem Fall ist auch möglich, die Ware bar vor Ort zu bezahlen. Kunden müssen dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, Ansammlungen von Kundinnen und Kunden darf es nicht geben.

Thüringen

In Thüringen ist die Lieferung von Ware an den Kunden erlaubt, die Abholung von Ware im Ladengeschäft ist dagegen nicht zulässig. Eine Ausnahme gibt es dabei aber: Buchhandlungen dürfen bestellte Waren außerhalb ihrer Geschäftsräume an Kunden übergeben.

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