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Studienleiter zu Curevac - Dosierung Ursache für schwache Wirksamkeit?

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Dass Curevac nicht wirksam genug für eine Zulassung ist, enttäusche, räumt Studienleiter Kremsner im ZDF ein. Die Dosierung sieht er als Hauptgrund dafür. Es gebe aber Hoffnung.

Der Impfstoff der Tübinger Biotech-Firma Curevac war ein Hoffnungsträger im Kampf gegen Corona, unterstützt mit millionenschweren Staatsbeteiligungen und Finanzspritzen. Doch nun enttäuscht die Wirksamkeit des mRNA-Vakzins.

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Rückschlag für das Tübinger Pharma-Unternehmen Curevac - sein Corona-Impfstoff erreicht einer Zwischenanalyse zufolge nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent - für eine Zulassung wären 50 Prozent nötig.

Es sei jedoch noch nicht die finale Analyse, sagt Peter Kremsner von der Universitätsklinik Tübingen, der die Curevac-Impfstudie leitet, im ZDF-Interview. Daher bestehe noch die Hoffnung, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes tatsächlich etwas höher liege.

"Ich denke nicht, dass er (der Impfstoff) tot ist."
Peter Kremsner, Curevac-Studienleiter

Zugleich räumte Kremsner ein: "Aber der Impfstoff wird nicht an den Biontech- oder Moderna-Impfstoff, was die Wirksamkeit angeht, heranreichen." Während die anderen mRNA-Präparate sehr gut gegen die aktuell zirkulierenden Varianten wirkten, sei das bei Curevac nicht der Fall.

Ein Rückschlag für die Impfkampagne: Curevac wird vorerst nicht zugelassen.

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Kremsner: Grund für Daten die Impfdosis

Der Infektiologe sieht den Grund dafür vor allem in der niedrigen Impfdosis, die verabreicht wurde. "Pro Schuss konnten wir nicht mehr als zwölf Mikrogramm geben. Die anderen RNA-Technologien hatten durch chemische Modifikation der RNA, die Möglichkeit, bei guter Verträglichkeit höher zu dosieren." Das sei nicht gelungen.

Mit dem Curevac-Impfstoff "sind wir an Grenzen gestoßen", sagt Kremsner.

Zwölf Mikrogramm war schon ziemlich unverträglich. Für mich ist das die Erklärung Nummer eins, die die Wirksamkeitsdaten bedingt, die jetzt halt unter 50 Prozent sind.
Peter Kremsner, Curevac-Studienleiter

Studienleiter: "Enttäuschung nicht wegzuleugnen"

Die Enttäuschung über die Daten der Zwischenanalyse sei "nicht wegzuleugnen, die ist groß als Studienleiter", gibt Kremsner zu. Schon Phase I und jetzt Phase III der Zulassungsstudie habe man sich anders gewünscht - und bessere Ergebnisse "eigentlich auch erwartet".

Baden-Württemberg, Tübingen: Ein Mann hält im Institut für Tropenmedizin an der Uniklinik Tübingen eine Spritze in der Hand. Archivbild
FAQ

Wirksamkeit geringer als erhofft - Was über den Curevac-Impfstoff bekannt ist 

Der Curevac-Impfstoff ist ersten Ergebnissen zufolge nicht so wirksam wie erhofft. Kann das Vakzin noch eine wichtige Rolle bei der Pandemie-Bekämpfung spielen?

von Lukasz Galkowski

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