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Mit "Made in Germany" gegen Corona

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Impfstoff, Kühlung, Logistik - Mit "Made in Germany" gegen Corona

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Viele deutsche Firmen arbeiten vorne mit, wenn es um ein Gegenmittel für Covid-19 geht: Von der Impfstoff-Entwicklung über Schutzausrüstung bis zum Verfrachten möglicher Vakzine.

Ultratiefkühltruhe in Würzburg
Für Lagerung und Transport von Corona-Impfmitteln sind Ultratiefkühlgeräte nötig - so wie hier bei Va-Q-Tec.
Quelle: Reuters

Der Kampf gegen die weltumspannende Corona-Pandemie wird im Reagenzglas geführt - in Mainz etwa bei Biontech. Hier konnte das kleine Unternehmen gemeinsam mit dem US-amerikanischen Pharmagiganten Pfizer vor einigen Tagen einen Erfolg vermelden.

Verteilung von Corona-Impfstoffen: Logistiker sind gefragt

Nun hoffen beide Firmen auf eine Zulassung und den Beginn der millionenfachen Auslieferung noch in diesem Jahr. Biontech mischt damit ganz vorne mit im Kampf gegen Corona, ist dabei aber nicht allein. Auch Forscher in Tübingen bei CureVac arbeiten an einem Impfstoff – mit finanzieller Unterstützung des Investors und SAP-Gründers Dietmar Hopp und der Bundesregierung. In der Tübinger Nachbarschaft forscht auch das Start-up-Unternehmen Prime Vector Technologies an einem möglichen Impfstoff, ebenso eine Ausgründung aus der Universität München mit Namen baseclick GmbH.

Archiv: Ampullen eines möglichen Covid-19-Impfstoffs während der Produktion in Frankfurt am Main

Corona-Impfstoffe in Produktion -
Eine logistische Herausforderung
 

Noch während die Impfstoffe gegen Corona in der Testphase stehen, beginnen Pharmaunternehmen bereits mit ihrer Herstellung. Auch die Glasproduktion läuft bereits auf Hochtouren.

von Marion Geiger

Sollten die Zulassungen in absehbarer Zeit kommen, sind Logistiker gefragt, die die Impfdosen dann möglichst rasch und reibungslos milliardenfach an die Menschen in aller Welt bringen. Hier sieht sich die Deutsche Post/DHL in einer starken Position. Seit 20 Jahren habe man mit Pharmafirmen Erfahrungen gesammelt, um deren sensible Produkte zuzustellen. Aktuell befindet sich der gelbe Riese auch im Gespräch mit Regierungen und Behörden und bereitet sich auf die großflächig angelegte Impfstoffverteilung vor.

Heimische Technologie kommt zum Einsatz

Impfstoffe wie der von Biontech und Pfizer müssen bei Temperaturen von minus 70 bis minus 80 Grad gelagert und transportiert werden. Die Kühlung sei dabei nicht das Problem. Die schiere Menge an auszuliefernden Vakzinen aber mache die aktuell laufende frühzeitige Planung nötig, heißt es bei der Post.

An der Logistik wird es nicht scheitern.
Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG

Auch hier wird unter anderem auf heimische Technologie zurückgegriffen. So ist das in Würzburg ansässige Unternehmen Va-Q-Tec auf herausfordernde Kühllösungen spezialisiert. Gefragt sind etwa Ultratiefkühlgeräte. Eine Corona-Task-Force im Unternehmen überwacht die aktuellen Entwicklungen, um schnell reagieren zu können und so die benötigten Tiefkühl-Transportcontainer schnell zum Kunden bringen zu können.

Unternehmen sehen sich gut vorbereitet

"Unser Unternehmen ist gut vorbereitet und wird eine spezielle Rolle in diesem Prozess spielen", heißt es bei Va-Q-Tec. Nicht zuletzt deshalb, weil die Firma bereits in den vergangenen Monaten Erfahrung dabei gesammelt hat, mit ihren Transportlösungen millionenfach Corona-Test-Kits weltweit auszuliefern.

Jens Kuntze gehört zu den Ersten, die einen Corona-Impfstoff bekommen haben. Bisher gibt es rund 200 Forschungsprojekte weltweit.

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Für eine mögliche Impfung wiederum sind Ampullen aus Spezialglas nötig. Schott aus Mainz, aber auch der Börsenkonzern Gerresheimer haben sich auf solche Laborutensilien spezialisiert und gehören zu den Weltmarktführern.

Handschuhe, Spritzen, Kanülen

Schließlich werden auch medizinische Utensilien gebraucht, wenn es denn tatsächlich zu massenhaften Impfungen kommt. B. Braun aus Hessen spielt hier eine entscheidende Rolle. "Viele Impfstoffhersteller und Landesregierungen fragen derzeit nach Spritzen und Kanülen sowie weiteren Produkten für eine Verimpfung an und lassen sich Kapazitäten zusichern", so Frank Kirchner gegenüber ZDFheute. Er ist Geschäftsführer von B. Braun Deutschland.

Die Welt steht in der Pandemie Kopf. Eine Rückkehr zur Normalität ist wohl erst möglich, wenn ein wirksamer Impfstoff gefunden wurde, 48 befinden sich in klinischen Studien.

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Neben den kleinvolumigen Einmalspritzen und Kanülen produziert das Unternehmen auch Produkte zur allgemeinen Pandemiebekämpfung, wie Desinfektionsmittel, Untersuchungshandschuhe oder andere Schutzausrüstung für die medizinischen Helfer im Gesundheitswesen. Aktuell erarbeitet B. Braun Pläne, nach denen eine Verimpfung bereits ab 15. Dezember starten könnte.

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