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Wegen Corona-Krise - EZB startet 750-Milliarden-Euro Notfallprogramm

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Die Europäische Zentralbank hat Notfallpläne gegen die Corona-Krise in Kraft gesetzt. Die EZB kauft Anleihen für 750 Milliarden Euro. Man sei bereit, alles zu tun.

Die Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main im Nieselregen. Im Vordergrund läuft ein Passant mit Regenschirm über eine Stahlträgerbrücke.
Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Zentralbank ein Notfallprogramm lanciert.
Quelle: dpa

Mit einem milliardenschweren Notkaufprogramm versucht die Europäische Zentralbank, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Für insgesamt 750 Milliarden Euro sollen Anleihen gekauft werden. Es soll dabei um Wertpapiere der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gehen, wie die EZB mitteilte.

Das Programm werde beendet, sobald der EZB-Rat die Coronavirus-Krise für bewältigt halte, aber nicht vor Jahresende, hieß es weiter. "Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliches Handeln", schrieb EZB-Chefin Christine Lagarde auf Twitter. "Wir sind im Rahmen unseres Mandats entschlossen, das volle Potenzial unserer Werkzeuge auszuschöpfen".

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Alle Wirtschaftsbereiche sollen geschützt werden

Die EZB sei entschlossen, die finanziellen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass alle Bereiche der Wirtschaft die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie meistern könnten, hieß es weiter.

Das (Notpaket) gilt gleichermaßen für Familien, Firmen, Banken und Regierungen.
Europäische Zentralbank

Im Rahmen des neuen Ankaufprogramms weichte der EZB-Rat bestehende Kriterien auf, welche Papiere angekauft werden können. Nun könne die EZB etwa auch Staatsschulden Griechenlands ankaufen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte die "außergewöhnlichen" Maßnahmen der EZB. Nun sei es an den Ländern der Eurozone, größere "finanzielle Solidarität" an den Tag zu legen und bereit zu Eingriffen in die Staatshaushalte zu sein.

Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau sagte, die EZB sei fest entschlossen, ein Auseinanderdriften der Eurozone zu verhindern. In den vergangenen Tagen waren die Renditeabstände der Staatsanleihen zwischen den einzelnen Euroländern größer geworden. Die EZB könne sich vorübergehend auf die Verschuldung von bestimmten Ländern konzentrieren, wenn dies notwendig werde.

Sehen Sie hier einen Bericht über die Corona-Maßnahmen der EZB:

Europas Währungshüter verschärfen ihren Anti-Krisen-Kurs angesichts der Corona-Pandemie erneut. Weitere Anleihekäufe sollen die schwächelnde Konjunktur stützen.

Beitragslänge:
1 min
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EZB-Programm soll "Schock absorbieren"

Das aktuelle Notfall-Anleihekaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) soll nach Angaben der EZB dazu beitragen, dass alle Wirtschaftssektoren von besseren Finanzierungsbedingungen profitieren und damit den durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgelösten "Schock absorbieren" können. Dies betreffe gleichermaßen Familien, Firmen, Banken und Regierungen.

Indes werden weltweit finanzielle Rettungsschirme gespannt, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise einzudämmen. US-Präsident Donald Trump hat einen vom Kongress beschlossenen 100 Milliarden schweren Notfallplan in Kraft gesetzt.

Mehr Lebensmittelhilfen und Unterstützung Arbeitsloser

Mit dem Hilfspaket wird unter anderem die in den USA nicht landesweit gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausgeweitet. Zudem werden die Kostenübernahme von Tests auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 garantiert und Zahlungen für Arbeitslose und Lebensmittelhilfen ausgeweitet.

Trump erklärte, er werde den Defense Production Act aktivieren, der ihm Vollmachten gibt, Unternehmen bei der Produktion für die Landesverteidigung wichtiger Güter in die Pflicht zu nehmen. Später erklärte Trump auf Twitter, er habe den Defense Production Act nur unterzeichnet, um ihn in einem "Worst-Case-Szenario in der Zukunft" zu nutzen. "Hoffentlich wird es nicht notwendig sein."

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