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Stimmung in Unternehmen - ifo-Index fällt wegen Corona-Pandemie

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Zum Jahresauftakt hat sich die Stimmung in den Unternehmen wegen Corona verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Januar auf 90,1 Punkte von 92,2 Zählern im Vormonat.

Die deutsche Wirtschaft ist bisher verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen – doch jetzt trübt sich die Stimmung. ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller mit einer Einschätzung der Lage.

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Die Unternehmensstimmung in Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres vor dem Hintergrund der Verlängerung von Corona-Beschränkungen eingetrübt. Im Januar fiel das ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, im Monatsvergleich um 2,1 Punkte auf 90,1 Zähler, wie das ifo-Institut am Montag in München mitteilte.

Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet.
ifo-Präsident Clemens Fuest

Unsicherheit auch wegen langsamem Impfstart

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem leichten Rückgang auf 91,8 Punkte gerechnet. Die Manager beurteilten den Ausblick für ihre Geschäfte und ihre Lage ungünstiger als zuletzt. Im Dezember hatte sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen noch verbessert, nachdem sie sich bereits in den Monaten Oktober und November jeweils eingetrübt hatte.

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Sorgen bereitet den befragten Managern die zweite Corona-Welle und der langsame Impfstart. "Die Unsicherheit hat zugenommen in der Wirtschaft - auch weil sich die Impfungen hinziehen dürften", sagte ifo-Experte Klaus Wohlrabe. "Hier ist etwas Ernüchterung eingezogen."

Viele Unternehmen haben von den staatlichen Hilfsgeldern noch nichts erhalten. Ihre Lage wird immer kritischer, nicht wenigen droht eine Insolvenz.

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Einzelhandel leidet - Supermärkte boomen

Einen stärkeren Rückgang verhinderte die Industrie. "Sie ist weiter sehr gut aufgestellt", sagte Wohlrabe. "Sie will mehr produzieren, ihre Exporterwartungen sind zudem gestiegen." Besonders die Elektroindustrie und die Maschinenbauer stünden derzeit gut da.

Was massiv eingebrochen ist, ist der Einzelhandel.
ifo-Experte Klaus Wohlrabe

Er fügte hinzu: "Nur die Supermärkte leiden nicht, die machen gerade das Geschäft ihres Lebens." Die meisten anderen Läden müssen dagegen geschlossen bleiben. Das schlägt sich auch auf andere Branchen nieder, insbesondere auf den Bereich Transport und Logistik.

Der Einzelhandel hat besonders unter den jetzt verschärften Corona-Beschränkungen zu leiden. Wohl dem, der sich bei Zeiten ein Online-Verkaufs-Standbein zugelegt hat.

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Ende der niedrigeren Mehrwertsteuer belastet

Auch das Ende der Mehrwertsteuer-Senkung dürfte sich zu Jahresbeginn negativ bemerkbar gemacht haben. "Das dürfte die Nachfrage nach höherpreisigen Gütern etwas gedämpft haben - etwa nach Möbeln", sagte Wohlrabe. "So sind die Möbelhersteller etwas pessimistischer geworden."

Bis Ende 2020 galt der von 19 auf 16 Prozent ermäßigte Mehrwertsteuersatz, mit dem die Bundesregierung den Konsum anregen wollte

Deutsche Wirtschaft schrumpfte 2020 erstmals seit elf Jahren

Die deutsche Wirtschaft war 2020 wegen der Corona-Pandemie mit fünf Prozent so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr und schrumpfte zugleich erstmals seit elf Jahren.

Ökonomen trauen der Konjunktur im laufenden Jahr wieder eine spürbare Besserung zu, die allerdings stark vom weiteren Pandemie-Verlauf abhängt und vom Erfolg der Impfungen. Die Bundesregierung hat bisher für 2021 offiziell mit einem Wachstum von 4,4 Prozent gerechnet, dürfte ihre Prognose aber im neuen Jahreswirtschaftsbericht am Mittwoch auf drei Prozent senken, wie Reuters vorige Woche erfahren hatte.

Interview

Stilllegung der Wirtschaft - ifo-Chef: Harter Lockdown wäre Wahnsinn 

Der Chef des ifo-Instituts hat sich im ZDF gegen einen harten Lockdown ausgesprochen. Man könne sich ihn wirtschaftlich nicht leisten. Der ifo-Index fiel zum Jahresauftakt.

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