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Immobilienpreise: Weiter hoch hinaus

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Trotz Corona - Immobilienpreise: Weiter hoch hinaus

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Trotz der Corona-Pandemie steigen die Immobilienpreise. Ein Ende des Booms ist vorerst nicht in Sicht - denn: Die Zinsen sind niedrig.

Archiv: blick auf sanierte Altbauten am 07.05.2019 in Kiel
Immobilienboom: Die Zinsen sind verlockend niedrig - aber die Corona-Krise bringt auch Risiken.
Quelle: dpa

Manch ein Ökonom hatte zu Beginn der Corona-Krise mit einem Dämpfer am Immobilienmarkt gerechnet. Die Zahl der Wohnungsanzeigen war im Lockdown um bis zu 40 Prozent eingebrochen.

Es wäre nicht verwunderlich gewesen, wenn der seit Jahren vorherrschende Preisanstieg für Häuser und Wohnungen in diesen Zeiten eine Verschnaufpause eingelegt hätte. Doch weit gefehlt. Die Preise am deutschen Immobilienmarkt klettern weiter. Die großen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben den Preisen nichts anhaben können.

Preise steigen weiter, wenn auch langsamer

Wohneigentum in Deutschland wird in der Stadt und auf dem Land immer teurer. Im zweiten Quartal des Jahres lagen die Preise zwischen April und Juni durchschnittlich 5,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt. Auch im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres sind die Preise um 1,4 Prozent gestiegen.

Das zeigt: Die Preise klettern weiter nach oben, wenn auch weniger stark. In rund einem Monat sollen die regionalen Ergebnisse dann veröffentlicht werden. Nach wie vor steigen die Preise am stärksten in den Metropolen. Aber auch das Häuschen auf dem Land wird teurer.

Woher der Preisaufschwung kommt, erklärt ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann.

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Investitionen in Immobilien: Solide Rendite, geringes Risiko

Auf der Bank gibt es keine Zinsen mehr für das eigene Geld, an den Aktienmarkt trauen sich die wenigsten. Also investieren viele in sogenanntes Betongold - Immobilien. Ob man sie selbst bewohnt oder vermietet, Immobilien versprechen eine solide Rendite mit geringem Risiko.

Die niedrigen Zinsen sind hier ein Vorteil, da man den Banken nie so wenig Zinsen für einen Baukredit bezahlen musste. Ein Baukredit mit rund fünf Jahren Laufzeit ist heute für weniger als 0,5 Prozent Zinsen zu bekommen.

Corona: Spielraum für Immobilienkäufe begrenzt

Die niedrigen Zinsen haben Folgen. Geld ist billig wie nie und die Baukredite sind es ebenfalls. Das ist verlockend für viele, der Traum vom Eigenheim erschwinglich, so lange es finanziell gut läuft. Doch im Zuge der Corona-Krise kommen immer mehr Risiken auf Verbraucher und Banken zu.

Letztere müssen mit Kreditausfällen rechnen, weil die Raten nicht mehr bezahlt werden können. Kurzarbeit, sinkende Einkommen und steigende Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise belasten die finanzielle Lage vieler Menschen. Das begrenzt den Spielraum für Immobilienkäufe. Das eine oder andere Objekt könnte dann doch zumindest zu einem akzeptablen Preis auf den Markt kommen.

Sina Mainitz ist ZDF-Redakteurin im Team Wirtschaft und Finanzen.

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