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Lieferkettenprobleme - Pfizer senkt Jahresziel für Impfstoff-Dosen

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Der US-Pharmakonzern Pfizer wollte noch in diesem Jahr 100 Millionen Dosen seines mit Biontech entwickelten Corona-Impfstoffs ausliefern. Doch es werden nur halb so viele.

Das Logo des Pharmakonzerns Pfizer. Archivbild
Der Impfstoff von Pfizer und Biontech schützt einer Studie zufolge mit einer Effizienz von 95 Prozent gegen Covid-19.
Quelle: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Der Pharmakonzern Pfizer hat das Auslieferungsziel bei seinem Corona-Impfstoff in diesem Jahr nach eigenen Angaben unter anderem wegen Verzögerungen beim Ausbau der Lieferkette halbieren müssen.

Der Ausbau dauere länger als angenommen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens dem "Wall Street Journal" am Donnerstag. Außerdem hätten die Ergebnisse der klinischen Studie später vorgelegen als ursprünglich gedacht. Das Hochfahren der Belieferung mit den Grundstoffen habe länger gedauert als erwartet, zitiert außerdem die Nachrichtenagentur Reuters eine Unternehmenssprecherin.

Normalerweise dauert die Entwicklung eines Impfstoffs mehrere Jahre - bei dem Corona-Impfstoff nur wenige Monate. Kann dieser trotzdem sicher und wirksam sein?

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Unternehmen plant über 1 Milliarde Impfstoff-Dosen für 2021

Der Zeitung zufolge hielt Pfizer noch bis Mitte November intern an dem Ziel fest, bis Ende dieses Jahres 100 Millionen Impfdosen auszuliefern. Zuletzt sprach das Unternehmen allerdings schon von 50 Millionen Dosen.

Für das kommende Jahr bleibe es bei der ursprünglichen Planung zur Auslieferung von mehr als einer Milliarde Impfstoff-Dosen, schrieb die Zeitung weiter. Wer sich impfen lässt, braucht zwei Dosen, um geschützt zu sein. Pfizer entwickelte den Impfstoff zusammen mit dem deutschen Hersteller Biontech aus Mainz.

Großbritannien erteilte bedingte Zulassung

In dem Zeitungsbericht hieß es unter Berufung auf eine an der Impfstoff-Entwicklung beteiligte Person, einige Bestandteile hätten in der frühen Produktion nicht den Standards entsprochen. Auf eine Anfrage nach weiteren Informationen antwortete der Konzern zunächst nicht.

Die britische Arzneimittelbehörde hatte Pfizer und Biontech am Mittwoch eine bedingte Zulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land, das dem Impfstoff eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt hat. Die US-Arzneimittelbehörde FDA und die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema prüfen derzeit ebenfalls solche Anträge.

Großbritannien hat als erste Nation weltweit eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes der Firmen Biontech/Pfizer erlassen.

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USA: Notfallzulassung für Mitte Dezember erwartet

In den USA wird mit einer Notfallzulassung für Mitte Dezember gerechnet. Die US-Regierung rechnet nach Angaben von dieser Woche damit, bis Ende des Jahres Pfizers Corona-Impfstoff für 6,4 Millionen Menschen zur Verfügung zu haben.

Außerdem könnten in den USA bis Jahresende auch 12,5 Millionen Menschen den Impfstoff der Biotech-Firma Moderna bekommen, für den ebenfalls das Zulassungsverfahren läuft.

Neben Biontech/Pfizer arbeiten derzeit mehrere andere Pharmafirmen in fortgeschrittenem Stadium an Corona-Impfstoffen, darunter Johnson&Johnson, AstraZeneca und Sanofi-GSK. Länder wie Russland, China und kürzlich erst Bahrain haben bereits Impfstoffe mit Einschränkungen freigegeben und impfen damit schon Teile der Bevölkerung.

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von Katharina Schuster
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