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Wirtschaftseinbruch durch Corona - Auch Japan stürzt in Rezession

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Die Corona-Krise belastet weltweit Wirtschaft und Handel. Auch die drittgrößte Volkswirtschaft kann sich dem Negativsog nicht entziehen.

Containerterminal in Tokio.
Containerterminal in Tokio.
Quelle: Franck Robichon/EPA/dpa/Archivbild

Japans Wirtschaft steht wegen der Corona-Krise vor dem schlimmsten Einbruch der Nachkriegszeit. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt schrumpfte bereits im ersten Quartal dieses Jahres um eine hochgerechnete Jahresrate von 3,4 Prozent - und das sogar noch vor dem Ausrufen des landesweiten Notstands.

Der Rückgang im 1. Quartal fiel zwar geringer aus als von Ökonomen befürchtet, doch wie in Deutschland rechnen Volkswirte damit, dass das Schlimmste noch nicht überstanden ist.

Auch nach Einschätzung von Yasutoshi Nishimura, Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung, wird das laufende Quartal "noch ernster" als das erste Vierteljahr. Bis auf Weiteres werde sich die Wirtschaft in einem beträchtlichen Ausmaß abschwächen. Japan befinde sich in der "größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg", erklärte ein Regierungsbeamter.

Obgleich das ostasiatische Land keinen Lockdown verhängt hatte wie andere Länder, trafen die im Zuge des Notstands erlassenen Einschränkungen die ohnehin schon geschwächte Wirtschaft des Landes mit Wucht.

Gigantisches Konjunkturprogramm für Japan

Inzwischen wurden die Einschränkungen in weiten Landesteilen vorzeitig wieder aufgehoben, in den wirtschaftlichen Zentren Tokio und Osaka bleiben sie jedoch vorerst noch in Kraft.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, verabschiedete die japanische Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe am 30. April ein gigantisches Konjunkturprogramm mit einem Volumen von 20 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Ein zweites Konjunkturpaket soll bis Mitte Juni auf den Weg gebracht werden.

Einzelne Menschen gehen in Tokio spazieren. Archivbild
Auch in Japan war das öffentliche Leben sehr eingeschränkt. Archivbild
Quelle: kyodo/dpa


Wegen der Pandemie mussten auch die Olympischen Sommerspiele in Tokio auf das nächste Jahr verlegt werden. An dem Termin gibt es jedoch Zweifel. Zwar rechnen viele Ökonomen in der zweiten Hälfte des Jahres wieder mit einem Aufschwung. Doch bis Japans Wirtschaft wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht hat, würden mindestens ein oder zwei Jahre vergehen, erklärte Yuichi Kodama, Chefökonom beim Versicherungskonzern Meiji Yasuda Life Insurance der Agentur Kyodo.

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