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Wachstum: Nur noch 3,1 Prozent - Wirtschaftserholung hängt am Impffortschritt

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Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz des langen Shutdowns recht robust. Doch sie dürfte im laufenden Jahr nur um 3,1 Prozent wachsen, prognostizieren die "Wirtschaftsweisen".

Archiv: Containerterminal in Bremerhaven am 19.08.2019
Die deutsche Wirtschaft erholt sich besonders wegen der Industrieexporte, aber nicht so gut wie erwartet.
Quelle: dpa

Im Herbst hatten die "Wirtschaftsweisen" noch mit einem Plus von 3,7 Prozent gerechnet. Dass sie jetzt nur noch 3,1 Prozent erwarten, liegt an der zweiten Corona-Welle und der neuerlichen Schließung von weiten Teilen der Wirtschaft.

Industrie profitiert von Erholung in USA und China

Treiber bleibt die Industrie, die kann weiter produzieren und profitiert davon, dass die wirtschaftliche Erholung bei den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands, vor allem China, aber auch den USA schon deutlich weiter fortgeschritten ist als in Europa.

Positiv sei auch, dass anders als im vergangenen Frühjahr die internationalen Lieferketten intakt seien, urteilt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung.

Wirtschaft ab 2022 wieder auf Vorkrisenniveau

Im ersten Quartal aber dürfte die Wirtschaft um zwei Prozent schrumpfen, weil die Infektionszahlen wieder steigen und der Shutdown noch anhält. Mit einer Erholung sei vom Sommer an zu rechnen.

Zum Jahreswechsel könnte dann das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden. Das größte Risiko für die Konjunktur in Deutschland stelle eine mögliche dritte Infektionswelle dar, wenn sie zu Einschränkungen oder gar Betriebsschließungen in der Industrie führen würde, sagte Ratsmitglied Volker Wieland.

Die Infektionszahlen steigen wieder, viele befürchten ein schnelles Ende der Lockerungen.

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Zügige Impfungen = zügiges Wirtschaftswachstum

Wie schnell sich die Wirtschaft erhole, das hänge von einer klugen Teststrategie ab, aber vor allem von einem zügigen Fortschritt bei den Impfungen, sagte seine Ratskollegin Monika Grimm. Das Ziel, 70 Prozent der Bevölkerung bis September zu impfen, könne man nur mit einem deutlich höheren Tempo erreichen.

Deshalb plädiert der Sachverständigenrat auch für die schnelle Einbeziehung der Haus- und Fachärzte als auch der Betriebsärzte in die Impfkampagne. Dann könne man dieses Ziel sogar schon bis Juli erreichen und die geschlossenen Branchen wieder öffnen. Und dann könnte sich auch die Wirtschaft noch schneller erholen.

Sollte der Impfstoff von Astrazeneca jedoch ausfallen, stünden im 2. Quartal 22 Prozent, im dritten Quartal 27 Prozent weniger Impfstoffe zur Verfügung: Die Impfstrategie zeige direkte wirtschaftliche Auswirkungen, mahnt der Sachverständigenrat.

Insolvenzen: Folgen für Finanzmarkt kalkulierbar

Die Zahl der Insolvenzen dürfte zwar im laufenden Jahr steigen. Doch Auswirkungen einer womöglich höheren Pleitewelle auf den Finanzsektor erwartet Ratsmitglied Monika Schnitzer nicht. Die Unternehmen seien inzwischen mit mehr Eigenkapital ausgestattet, das gelte auch für die Banken, die ohnehin bei der Kreditvergabe vorsichtiger geworden seien.

Dass es im vergangenen Jahr 16 Prozent weniger Pleiten gab als 2019, lag vor allem daran, dass die Insolvenzantragspflicht unter bestimmten Voraussetzungen noch bis Ende April ausgesetzt ist.

Die „Wirtschaftsweisen“ haben ihre Konjunkturprognosen für dieses Jahr gesenkt. ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller über die Gründe dafür.

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Inflation steigt, Arbeitsmarkt erholt sich langsam

Am Arbeitsmarkt rechnet Ratsmitglied Achim Truger für das laufende Jahr mit einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent wie 2020, 2022 dann dürfte sie auf 5,3 Prozent sinken.

Die Inflationsrate werde in diesem Jahr auf 2,1 Prozent im Schnitt deutlich steigen wegen der Sondereffekte wie dem Auslaufen der zwischenzeitlichen Mehrwertsteuersenkung, der zum Jahreswechsel eingeführten CO2-Abgabe oder höherer Energiepreise.

Nach aktuellen Zahlen der europäischen Statistikbehörde hat sich die Inflation in der Eurozone zu Beginn des Jahres deutlich verstärkt. Dazu ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller.

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Preissteigerungen in Handel und Gastronomie?

Die aufgestauten Ersparnisse könnten im Laufe des Jahres in eine höhere Nachfrage nach Dienstleistungen münden, sobald etwa Handel und Gastronomie wieder öffnen dürften: Das könnte dann auch die Preise treiben. 2022 werde erwarten die Wirtschaftsweisen eine Inflationsrate von 1,9 Prozent.

Der Staat wiederum werde sich 2022 dann aus der starken Unterstützung der Wirtschaft zurückziehen.

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