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Corona-Krise in Deutschland : Deutsche Wirtschaft schrumpft um fünf Prozent

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Wegen der Corona-Krise ist 2020 das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um fünf Prozent zurückgegangen. Das ist etwas weniger als in der Finanzkrise.

Deutschlands Wirtschaft ist in der Corona-Krise im Jahr 2020 um 5,0 Prozent geschrumpft. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Berechnungen am Donnerstag mit. Der Einbruch ist weniger stark als in der Finanz- und Wirtschaftskrise, als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland 2009 um 5,7 Prozent geschrumpft war.

Konsum schrumpft so stark wie noch nie

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen sorgten für eine "tiefe Rezession", wie die Statistiker erklärten. Die Pandemie hinterließ demnach deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen: Die Produktion war sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt.

Anders als während der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen die privaten Konsumausgaben im vergangenen Jahr demnach im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 Prozent zurück - so stark wie noch nie.

Stillstand im Frühjahr

Im März und April 2020 hatten infolge der Pandemie Teile der deutschen Wirtschaft faktisch stillgestanden. Ähnlich verhielt es sich in vielen anderen großen Volkswirtschaften, Grenzen wurden zeitweise geschlossen, Lieferketten rissen.

Zwar setzte im Sommer eine Erholung ein, doch im Herbst gab es angesichts wieder steigender Infektionszahlen neue Beschränkungen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Die Grenzen blieben allerdings offen.

Exporte erstmals zurückgegangen

Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 Prozent stabilisierend. Die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen trug laut Statistik dazu bei. Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen 2020 erstmals seit 2009 zurück, wie die Behörde erklärte.

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Nach Einschätzung des Ökonomen Marcel Fratzscher kommt die Bundesregierung nicht an Steuererhöhungen vorbei. Politiker, die etwas anderes behaupteten, seien "unehrlich".

Die Exporte schrumpften preisbereinigt um 9,9 Prozent, die Importe um 8,6 Prozent. Damit endete aufgrund der Corona-Pandemie der über 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit, der sogar die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 überdauert hatte, wie die Statistiker hervorhoben. Besonders betroffen waren geringfügig Beschäftigte sowie Selbstständige.

Aufschwung noch in diesem Jahr?

Etliche Volkswirte sagen Europas größter Volkswirtschaft in diesem Jahr ein starkes Comeback voraus - trotz des zunächst bis Ende Januar verlängerten Shutdowns. Der Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe sei noch immer intakt und außenwirtschaftlich gebe es durch die Nachfrage aus China und den USA Wachstumsimpulse, argumentierte beispielsweise jüngst der Chef des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld.

Mit einer Rückkehr der deutschen Wirtschaft zum Niveau von vor der Corona-Krise rechnen die meisten Volkswirte derzeit aber frühestens um die Jahreswende 2021/2022 - vorausgesetzt, dass bis dahin so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind, dass sich das Wirtschaftsleben wieder normalisiert.

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2020 hatte die Wirtschaft zu kämpfen. Doch nun soll es aufwärts gehen: Eine Studie prophezeit für 2021 ein kräftiges Wachstum. Die Branchen sollen aber unterschiedlich profitieren.

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