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Shopping-Wirrwarr in Ländern - Laden auf, Laden zu

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In vielen Bundesländern öffnen Läden - aber längst nicht überall und oft mit Einschränkungen. Den Durchblick behalten? Mancherorts schwer.

Nach mehreren Monaten Shutdown dürfen ab heute wieder einige Branchen unter Auflagen öffnen. Die Öffnungsschritte bleiben aber abhängig vom Bundesland und den Inzidenzwerten.

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In Rostock lässt sich auch ohne Termin shoppen, in Thüringen bleiben Läden dicht. In Baden-Württemberg dürfen Baumärkte mehr als nur die Gartenabteilung öffnen, in Berlin dagegen heißt es, weiter nur Bestelltes abholen. Viele Bundesländer haben die Corona-Regeln im Einzelhandel gelockert. Einheitlich ist das wie immer nicht.

Vereinbart war: Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner dürfen Läden Termine fürs Shoppen vergeben. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen sie für eine begrenzte Kundenzahl öffnen. In manchen Ländern gilt das landesweit, in anderen nur regional und alles in allem ziemlich unterschiedlich. Da wird Kritik laut.

Handel in Bayern: Große Verwirrung

In Bayern etwa öffnete der Handel am Montag lediglich in 30 der 96 Kreise und kreisfreien Städte, rechnet Verbandssprecher Bernd Ohlmann vor - unter den großen Städten nur in Ingolstadt und Würzburg. In mehreren Münchner Umlandkreisen seien die meisten Läden geöffnet, in der Landeshauptstadt jedoch nicht.

Es ist ein großes Tohuwabohu.
Bernd Ohlmann, Handelsverband Bayern

"Es herrscht große Verwirrung sowohl bei den Händlern als auch bei den Kunden, wer öffnen darf und wer nicht", so Ohlmann. Sein Verband befürchtet, dass Geschäfte nach kurzer Zeit wieder schließen, steigt die Fallzahl in der jeweiligen Region über die entscheidende Marke von 50.

Hannover: Kein Inzidenz-Spielraum

Wirrwarr auch in der Region Hannover: Dort lag die Inzidenz nach Landesangaben zuletzt knapp über 100 - der Wert, ab dem Läden dicht bleiben. Mehrere, darunter mindestens zwei Möbelhäuser, boten am Montag dennoch Terminshopping an - und verstießen damit gegen die Corona-Verordnung. "Ich bin der Meinung, dass die RKI-Werte gelten", erläutert Helmut Staude, einer der Möbelhaus-Geschäftsführer. Ihm zufolge gab das Robert Koch-Institut die Inzidenz am Morgen mit 99,2 an. Das Land Niedersachsen beziffert sie dagegen mit 103,8.

Regierungssprecherin Anke Pörksen stellt klar: Es gelten die vom Land veröffentlichten Infektionszahlen. Spielraum gebe es nicht. Terminshopping sei in der Region Hannover klar verboten. Die Polizei fuhr bereits bei mehreren geöffneten Geschäften vorbei. Staude versichert:

Wir wollen nicht irgendetwas Unrechtmäßiges machen.
Möbelhaus-Geschäftsführer Helmut Staude

Aufatmen im Einzelhandel: Buchläden, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen öffnen – und das trotz leicht steigenden Infektionszahlen. Viele Bundesländer lockern heute die Regeln.

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Noch kein Riesenandrang in Rheinland-Pfalz

Etwas positiver die Stimmung in Rheinland-Pfalz: "Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen", sagt Alfred Thielen, Geschäftsführer des Handelsverbands Region Trier. Man wisse das Privileg der Öffnungen zu schätzen. Das Innenministerium indes verzeichnet zum Wochenstart allenfalls ein "mäßiges bis leicht erhöhtes Personenaufkommen". Vereinzelt bildeten sich Schlangen, so ein Sprecher. Auch Thielen ergänzt:

Die Ware hängt noch wie Blei in den Regalen.
Alfred Thielen, Handelsverband Region Trier

Aber was nicht ist, kann noch werden. Zum Wochenende erwartet Thielen auch Touristen aus dem Saarland und aus Luxemburg, die zum Einkaufen kämen.

Baumarkt-Tourismus

Vor Einkaufstourismus warnen einige Baumärkte in Thüringen - allerdings in Richtung der Nachbar-Länder, wo die Läden anders als in Thüringen schon wieder offen sind. Die Landesregierung will erst ab Mitte März Termin-Shopping zulassen. "Wollen wir wirklich, dass die Thüringerinnen und Thüringer ab heute Ausflugsfahrten zu unseren Nachbarn unternehmen, um ihren Bedarf an Baustoffen und Baumarktartikeln zu decken?", kritisieren mehrere Betreiber in einer Mitteilung.

Offen fürs normale Publikum sind indes Baufachmärkte in Brandenburg. Hier wurde mit Andrang aus Berlin gerechnet, da die Märkte in der Bundeshauptstadt weiter geschlossen sind. Zumal an diesem Montag, denn in Berlin ist Feiertag. Die Prognose könnte stimmen: Google Maps verzeichnet für zufällig ausgesuchte Baumärkte im Berliner Umland "ungewöhnlich viele Besucher".

Endlich wieder Shoppen? Es kommt darauf an, wo:

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