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Biontech-Partner baut um - Pfizer kürzt Impfstoff-Lieferungen für Europa

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Impfungen sind ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen Corona. Jetzt kürzt das US-Unternehmen Pfizer für drei bis vier Wochen Impfstoff-Lieferungen auch an Deutschland.

Das Unternehmen Biontech hat eine schnelle Normalisierung der Impfstoff-Lieferungen ab dem 25. Januar zugesichert. Ab Mitte Februar könne die Auslieferung sogar gesteigert werden.

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Das US-Unternehmen Pfizer verringert für drei bis vier Wochen die Lieferungen des Impfstoffs seines Mainzer Kooperationspartners Biontech. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Grund seien Umbaumaßnahmen im Pfizer-Werk im belgischen Puurs, mit denen längerfristig die Produktionsmengen dort erhöht werden sollten, hieß es weiter.

Die deutschen Gesundheitsminister nähmen die "sehr kurzfristige wie unerwartete Mitteilung" aber mit Bedauern zur Kenntnis.

"Zugesagte Impfstoff-Lieferungen für Montag erfolgen wie geplant"

Die Produktionsprobleme beim Impfstoff-Hersteller Pfizer/Biontech werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums keine kurzfristigen Auswirkungen haben. Von der Kürzung noch nicht betroffen ist demnach die für kommenden Montag geplante nächste Lieferung an Deutschland, die nach den bisherigen Plänen rund 670.000 Impfdosen umfassen sollte.

Die Deutschland für Montag zugesagten Impfstoff-Lieferungen erfolgen wie geplant.
Sprecher des Gesundheitsministeriums

"Bund und Länder erwarten, dass die EU-Kommission in den Verhandlungen mit Pfizer schnellstmöglich Klarheit und Sicherheit für die weiteren Lieferungen und Lieferdaten schafft".

Kürzungen betreffen alle europäischen Länder

"Die vorübergehende Kürzung wird alle europäischen Länder betreffen", erklärte zuvor das staatliche Gesundheitsinstitut in Oslo. Die Kürzungen würden "ab kommender Woche" erfolgen, Pfizer wolle in der Zeit seine Produktionskapazitäten verbessern.

Es ist derzeit nicht klar, wie lange es genau dauern wird, bis Pfizer seine maximale Produktionskapazität erreichen wird, die von 1,3 Milliarden auf zwei Milliarden Dosen jährlich steigen soll.
Erklärung der norwegischen Gesundheitsbehörde

Angaben über die Liefermengen für ganz Europa wurden nicht gemacht, nur für Norwegen: Demnach werden für das skandinavische Land in der kommenden Woche nur 36.075 Impfstoffdosen erwartet, zuvor waren es 43.875. Dies entspricht einem Minus von fast 18 Prozent.

Anne Gellinek berichtet aus Brüssel über die überraschende Ankündigung von Pfizer, die Liefermenge des Corona-Impfstoffs kurzfristig zu reduzieren. Wegen Umbauarbeiten in einem Produktionsstandort bei Brüssel – EU-Vertreter sind verärgert.

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Pfizer: Mehr Impfstoff ab Ende Februar

Pfizer teilte auf seiner Unternehmenswebsite mit, dass die Produktionsanlagen ausgebaut werden:

Pfizer und BioNTech haben einen Plan entwickelt, der es ermöglicht, die Produktionskapazitäten in Europa zu erweitern und im zweiten Quartal deutlich mehr Dosen zu liefern.

Dies werde aber vorübergehende Auswirkungen auf die Lieferungen Ende Januar bis Anfang Februar haben. Im Werk im belgischen Puurs könne es bei Aufträgen und Lieferungen daher zu Schwankungen kommen. Ende Februar und März stünde dann mehr Impfstoff zur Verfügung.

Ab der Woche vom 25. Januar werde das Unternehmen wieder zum ursprünglichen Zeitplan für die Lieferungen in die Europäische Union zurückkehren (100 Prozent) und die Auslieferungen ab der Woche vom 15. Februar erhöhen (>100 Prozent), so dass Biontech/Pfizer in der Lage sein werde, die volle zugesagte Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal und deutlich mehr im zweiten Quartal zu liefern. 

Künftig Produktion auch in Marburg möglich

Die Voraussetzungen für die Produktion von mehr Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech sind geschaffen: Die geplante neue Produktionsstätte in Marburg ist behördlich genehmigt, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Freitag in Wiesbaden mitteilten. Damit seien die Weichen für größere Impfchargen gestellt

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer war als erstes Vakzin gegen das Coronavirus in der Europäischen Union (EU) zugelassen worden. Er wird bereits weitflächig eingesetzt. Als zweiter Impfstoff erhielt inzwischen auch das Mittel des US-Herstellers Moderna eine europaweite Zulassung, der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft.

Laut Politbarometer wollen sich 67 Prozent gegen das Coronavirus impfen lassen. Jedoch sind 58 Prozent mit dem bisherigen Verlauf des Impfens unzufrieden.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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