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Nach dem Oktoberfest : Corona-Bettenbelegung in München steigt

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Nach der Wiesn ist die Zahl der Menschen, die wegen Corona im Krankenhaus sind, auf 478 gestiegen. Im Vergleich zum letzten Tag vor Oktoberfeststart ein Anstieg um 137 Prozent.

Bayern, München: Leere Maßkrüge stehen nach dem Kehraus im Hofbräuzelt auf einem Biertisch.
Ende der Wiesn, Anfang von steigender Belegung von Intensivbetten?
Quelle: Felix Hörhager/dpa

Am Dienstag meldete die Stadt insgesamt 478 mit Corona-Patienten belegte Krankenhausbetten auf Normal-, Intensiv- und Übergangsstationen. Das war ein Anstieg um 61 Prozent zum Dienstag vergangener Woche und 137 Prozent im Vergleich zum letzten Tag vor dem Oktoberfest.

Inzwischen auch mehr Intensivbetten belegt

Auf den Normalstationen steigen die Zahlen bereits seit gut einer Woche deutlich an. Inzwischen ist der Aufwärtstrend allerdings auch auf den Intensivstationen angekommen. Am Dienstag meldete die Stadt 39 belegte Betten, das sind 15 mehr als vor einer Woche.

Das Münchner Oktoberfest geht heute zu Ende – das Fazit: Eine halbe Million weniger Besucher als im Jahr 2019. Die Inzidenz ist fast viermal so hoch wie zu Beginn der Wiesn.

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Inzidenz-Anstieg seit letzter Woche

Seit vergangener Woche ist in München ein starker Anstieg der Inzidenzen zu beobachten. Ein Zusammenhang mit dem Oktoberfest liegt dabei nahe und wird auch von Experten hergestellt, jedoch ist ein ähnlicher Trend bei der Hospitalisierungsrate, Belegung der Intensivbetten und Inzidenzen auch deutschlandweit festzustellen.

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Die Situation sei aber eine andere als in den Vorjahren: "Seit wir die Menschen, die besonders gefährdet sind, dreifach geimpft haben, hat die Fatalitätsrate, also die Rate derer, die schwer erkrankt und derer, die sterben, deutlich abgenommen", sagte die Virologin Protzer zu den steigenden Fallzahlen in München. Das sei ein "dramatischer Unterschied" zu der Situation vor zwei Jahren.

Die offiziell gemeldete Inzidenz in München und Bayern sank am Dienstag zwar, das könnte allerdings ein Effekt des Feiertags am Montag sein. Die Gesundheitsämter meldeten keine neuen Fälle an das Robert Koch-Institut, aber Meldungen vom vergangenen Montag fielen aus der Zählung. Aller Voraussicht nach wird die Inzidenz am Mittwoch wieder deutlich steigen.

Lauterbach erwartet Belastung der Intensivstationen

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet ein weiteres Ansteigen der Zahlen. "Wir werden dann mit einer Verzögerung von vielleicht zehn bis vierzehn Tagen auch mehr schwere Verläufe sehen und dann auch eine Belastung auf den Intensivstationen", sagte Lauterbach in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv.

Es ist schade, dass es jetzt so gekommen ist.
Karl Lauterbach
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